Heutiger Verwandter des Höllenfrosches: Der Surinam-Hornfrosch | Copyright: Maarten Sepp / GNU FDLMadagaskar - Paläontologen haben auf Madagaskar die fossilen Überreste eines wahren Monsterfrosches entdeckt. Das vor rund 70 Millionen Jahren quackende Amphib wog bis zu fünf Kilo und ernährte sich wahrscheinlich auch von kleinen Baby-Sauriern.
In der Fachzeitschrift "Proceedings of the National Academy of Sciences" (PNAS) haben Dr. David Krause von der Stony Brook University in New York, Professor Susan Evans und Dr. Marc Jones vom University College London die Fossilien untersucht und zugeordnet. Demnach handelt es sich bei dem von den Forschern scherzend als "Höllenfrosch" (Beelzebufo ampinga) bezeichneten Frosch um einen Vorfahr der heute noch lebenden Hornfrösche, wie sie in Südamerika vorkommen.Die Rugbyball-großen und bis zu fünf Kilo schweren Amphibien hatten einen eher gedrungenen Körper, kurze Beine, einen großen Kopf und ein breites, mit dutzenden kleiner Zähne bestücktes Maul. Damit waren sie rund doppelt so groß, wie ihre heute noch lebenden Verwandten. Ihren Lebensraum teilten sich die Höllenfrösche mit Fleisch fressenden Dinosauriern, Krokodilen und Riesenschlangen. "Gehen wir vom Verhalten der heutigen Hornfrösche aus, so kann man sich vorstellen, dass auch die Höllenfrösche mit der 'Stillsitzen und auf Beute warten'-Taktik kleinere Tiere wie Insekten, Echsen und vielleicht auch Dinosaurier-Junge gefressen haben."
Da Hornfrösche bislang nur aus Südamerika bekannt waren, stützt der Fund für die Forscher auch die Theorie, nach der Südamerika, Madagaskar und der indische Subkontinent bis in die späte Kreidezeit, vor rund 65 Millionen Jahren, als Superkontinent miteinander verbunden waren. Bereits zuvor hatten auffallend ähnliche Funde von Fossilien von Vögeln, Säugetieren und Reptilien in den drei Weltregionen diese These untermauert.
Quellen: telegraph.co.uk / grenzwissenschaft-aktuell.de / pnas.org
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Frösche weltweit durch Pilzinfektion bedroht, 14. Februar 2008

