Archiv: Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble | Copyright: Public DomainBerlin/ Deutschland - Auf dem Politikportal "Abgeordnetenwatch.de" hat sich Innenminister Dr. Wolfgang Schäuble zu einer Anfrage bezüglich staatlicher Untersuchungen von UFO-Sichtungen geäußert.
Auf der Seite können Bürger allen deutschen EU-Abgeordneten sowie den Bundestagsabgeordneten öffentlich einsehbar fragen stellen, die meist oft auch von den befragten Politikern beantwortet werden.
Am 11. Februar 2008 stellte Ralf Sommer dem Bundesinnenminister folgende Frage: "Hallo Herr Dr. Schäuble, immer wieder wird in den Medien über UFOs berichtet. Wie geht die Regierung damit um bzw. werden an Behörden gemeldete Fälle irgendwo bearbeitet oder untersucht?"
Gestern (04.04.2008) hat Wolfgang Schäuble nun wie folgt geantwortet: "Sehr geehrter Herr, eine Behörde oder Institution auf Bundesebene, die vermeintliche Sichtungen von Unbekannten Flugobjekten, sog. UFOs, erfasst bzw. auswertet sowie Projekte, wie die von Ihnen beschriebenen, sind hier nicht bekannt. Mit freundlichen Grüßen Ihr Dr. Wolfgang Schäuble."
Neu sind Auskünfte dieser Art allerdings nicht. In der Vergangenheit gab es schon zahlreiche Anfragen von deutschen UFO-Forschern, deren Antworten alle ähnlichlautend wie die aktuelle Antwort von Minister Schäuble erklärten, dass die Deutsche Bundesregierung kein konkretes Interesse am UFO-Phänomen hat und es demnach auch keine Untersuchungseinrichtungen zu den Erscheinungen betreibt.
Schon 1983 erklärte das Bundesverteidigungsministerium gegenüber dem UFO-Forscher Michael Hesemann, dass "es Geheimnisse 'in Sachen UFO' im Bundesministerium der Verteidigung nicht gibt." Als Reaktion auf eine von Hesemann eingereichte Petition zur Erforschung des UFO-Phänomens auch durch die Bundesregierung erklärte das Ministerium am 8. Dezember 1983: "Für die Existenz von UFOs gibt es keine stichhaltige Anzeichen. Die zahlreichen 'Sichtungen' finden in der Regel eine natürliche Erklärung. Wenn sich eine Sichtung nicht erklären lässt, so ist diese aber immer noch kein Beweis fü die Existenz von UFOs. Angebliche UFOs haben sich bislang nur dadurch manifestiert, dass sie 'gesichtet' wurden, sonst aber offensichtlich keinen Schaden anrichten. Deshalb stellen UFOs aus ihrer vermeintlichen Existenz heraus keine Bedrohung für die Bundesrepublik Deutschland oder andere dar. Aus diesem Grund sehe ich keinen Anlass für irgendwelche Aktivitäten zur Aufklärung der Problematik entsprechend der Forderung des Petenten." (Quelle: M. Hesemann, Geheimsache U.F.O.)
Bücher zum Thema:
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Kritiker dieser Haltung bezweifeln angesichts der zahlreichen offiziellen UFO-Untersuchungsprojekte anderer Länder (wie beispielsweise England, Frankreich, Belgien, den USA, Brasilien, Ecuador, u. a.) das offizielle Desinteresse Deutschlands. Gerade weil unter jenen Ländern, die offiziell zumindest von einer möglichen Bedrohung und Verletzung ihrer zivilen und militärischen Lufträume ausgehen, auch Bündnispartner der BRD befinden.
Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / abgeordnetenwatch.de
