Donnerstag, 21. August 2008

Oxford Universität will Turiner Grabtuch erneut untersuchen

Kopfansicht des Turiner Grabtuches | Copyright: Public Domain

Oxford/ England - Vielen gilt es als heiligste Reliquie des Christentums. Andere sehen darin nicht lediglich eine der geschicktesten religiösen Fälschungen des Miteltalers. Gestützt wird letztere Sicht durch C-14-Datierungen, die das Leinen ins 13. Jahrhundert datierten. Immer mehr Forscher zweifeln jedoch an der Richtigkeit der damaligen Analysen. Jetzt will sich auch die "Oxford University", an der die einstigen Analysen durchgeführt wurden, an einer neuen Untersuchung des angeblichen Grabtuches Christi beteiligen.

Initiiert durch den Grabtuchforscher John Jackson, sollen die neuen Untersuchungen durchgeführt werden, sobald der Vatikan, in dessen Besitz sich das Turiner Grabtuch befindet, einverstanden ist.

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Wie die "Los Angeles Times" berichtet, passe die Datierung, wonach das Leinen auf die Zeit zwischen ca. 1260 und 1390 datiert wurde, einfach nicht zur Vielzahl der anderen Beweise und Indizien, die den Ursprung des Leinen und die mysteriöse Abbildung eines Leichnams mit Kreuzigungswunden tatsächlich ins erste Jahrhundert versetzten - so sieht es zumindest Jackson.

Hierin stimmt auch der C-14-Experte Christopher Ramsey von der "Oxford University" mit Jackson überein. Seine eigenen Untersuchungen hatten erst Anfang diesen Jahres eine neue Studie über die mögliche Verfälschbarkeit der Ergebnisse der Radiokarbonmethode zur Datierung von Leinenstoffen veröffentlicht.

Schon zwei Prozent Verunreinigung des untersuchten Leinen könnte demnach die Datierung um rund 1500 Jahre verfälschen. Entsprechende Verunreinigungen könnten daher schon durch die Ausbesserungsarbeiten an dem Tuch oder durch das Feuer - welchem das Leinen 1532 ausgesetzt war - verursacht worden sein (...wir berichteten).

Sollte der Vatikan eine neue Analyse erlauben, sollen derartige Fehlerquellen ausgeschossen werden, um das Grabtuch ein für allemal richtig zeitlich einzuordnen.


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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / latimes.com
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