Standbild aus dem Polizeivideo | Copyright: DeWitt County Police Dept.Cuero/ USA - Vor exakt einem Jahr sorgte der Fund eines merkwürdigen Kadavers im texanischen Cuero für Spekulationen darüber, ob es sich bei dem hundeartigen Wesen um den legendenumwobenen Chupacabra handeln könnte. Jetzt gelangen zwei Polizisten offenbar Filmaufnahmen eines lebenden Exemplars.
Bereits seit Jahren hatten ähnliche Tiere die Ranch der Familie Canion umschlichen und immer wieder Katzen und Hühner gerissen, diesen jedoch lediglich das Blut ausgesaugt - das Fleisch jedoch nicht angerührt. Als sie dann im August 2007 den Kadaver fand, waren sich die Canions sicher, dass es sich um eines der von ihnen bereits zuvor beobachteten haarlosen Tiere handelte (...wir berichteten).
Spekulationen darüber, ob es sich tatsächlich um den mysteriösen Ziegensauger "El Chupacabra" aus der modernen mittelamerikanischen Folklore, oder aber um einen kranken Graufuchs handeln könnte, schienen Anfang November beendet, als eine DNA-Analyse des Kadavers von Cuero ergab, dass es sich lediglich um einen alten Coyoten gehandelt habe.
Doch schon damals zweifelten einige Beobachter an dieser Einschätzung der Experten. „Wenn es sich um einen Coyoten handelt, warum hat es keine Haare; warum sind seine Vorderbeine kürzer als seine Hinterbeine; warum sind die Ohren kleiner als bei normalen Coyoten und warum hat es keine weiteren Zähne zwischen den spitzen Fanghauern?“, gab Farmerin Phylis Canion zu bedenken. Die Erklärung der Experten: Es habe sich eben wahrscheinlich um ein altes Krankes Exemplar gehandelt. Die DNA-Analyse sei eindeutig (...wir berichteten).
Das nun am 8. August 2008 auf einer Feldtrasse nahe Cuero gefilmte Tier scheint hingegen agil und gesund zu sein, gleichzeitig weist es auffallende Ähnlichkeiten zum Kadaver von 2007 auf und zeigt all jene Merkmale, wie sie von Phylis Canion anhand des Kadavers beschrieben wurden.
Die Filmaufnahmen und Interviews mit den Polizisten im CNN-Bericht
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Zum Vergleich: Der Kadaver von Cuero, 2007 | Copyright: Phylis CanionSeinen Anfang nahm der Chupacabra-Mythos 1995, als auf Puerto Rico blutleere Schafe mit drei punktförmigen Bissspuren aufgefunden wurden. Was zuerst auf ein mögliches satanisches Ritual zurückgeführt wurde, breitete sich in der Folgezeit schnell über die ganze Insel aus und betraf dutzende Farmen und hunderte Tiere. Der Name Chupacabra, zu Deutsch "Ziegensauger" beschriebt dabei recht gut, was die lokale Bevölkerung hinter den bizarren Vorkommnissen vermutete, die sich dann auch auf die angrenzenden Länder Dominikanische Republik, Argentinien, Bolivien, Chile, Kolumbien, Honduras, El Salvador, Nicaragua, Panama, Peru, Brasilien bis nach Mexiko und in die südlichen USA hinein ausbreiteten.
Einen möglichen Vorläufer der Chupacabra-Welle Mitte der 1990er Jahre findet sich zudem in den Geschichten rund um den sogenannten "Vampir von Moca", der bereits 1975 auf Puerto Rico sein Unwesen getrieben und dabei Nutztiere auf Farmen angegriffen und ausgesaugt haben soll.
Das Aussehen des "Chupacabra" wird je nach Region unterschiedlich beschrieben. Waren es zu Beginn vornehmlich reptilienartige, aufrecht gehende und teilweise beflügelte Wesen mit roten Augen und Dornen auf Hinterkopf und Rücken, die von vielen auch für Außerirdische gehalten wurden, so wandelte sich das Bild des Chupacabra seit 2004 mehr und mehr zu einer hundeartigen Erscheinung - vornehmlich deshalb, da ab jener Zeit immer öfter entsprechende haarlose Kadaver hundeartiger Tiere gefunden oder entsprechende Exemplare erlegt wurden.
Aufgrund der unterschiedlichen Beschreibungen gehen immer mehr Forscher mittlerweile von unterschiedlichen Wesen aus, die demnach zu Unrecht unter dem Begriff "Chupacabara" zusammengefasst werden.
Cchupacabra in Gefriertuhe?
2. August 2007
DNA-Test: Mysteriöses Tier ist Coyote und kein Chupacabra
2. November 2008
Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / cnn.com
