Beschädigtes Windrad der Fen Windfarm nahe Conisholme | Copyright: Dick Carbutt/ louthleader.co.uk Conisholme/ England - Nur wenige Tage nachdem über Nacht ein Windkraftrad der Fen Windfarm in Lincolnshire mit bislang unbekannter Ursache, beschädigt wurde, diskutieren Anwohner, Experten und Journalisten weiterhin darüber, wer oder was für den Schaden verantwortlich sein könnte.
Nachdem zahlreiche Anwohner von merkwürdigen Lichtern bis hin zu einem Leuchtobjekt, aus dem sich weitere Lichter tentakelartig Richtung Boden bewegt hatten (...wir berichteten), über der Windfarm beobachten haben wollen, diskutiert die britische Öffentlichkeit und Medienlandschaft intensiv über die möglichen Ursachen.
Während Anwohner und englische UFO-Forscher über die angeblich mysteriösen Erscheinungen zum fraglichen Zeitpunkt der Beschädigung rätseln und spekulieren, glaubt die Tageszeitung "The Guardian" diese Sichtungen ganz einfach erklären zu können.
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Emily Bell, Content-Direktorin der Online-Ausgabe des Guardian selbst erklärt, dass ihre eigene, in der Nähe der Windfarm lebende, Familie für die Lichtershow über der Gegend - jedoch mit Sicherheit nicht für die Schäden an der Turbine - verantwortlich war: Als Höhepunkt der Feierlichkeiten zum 80. Geburtstag von Vater Peter Bell hatte die Gesellschaft über dem Familienhaus ein Feuerwerk gezündet, das dann ebenfalls tentakelartig nieder regnete.
Kritiker dieser Erklärung bezweifeln, dass ein gewöhnliches Feuerwerk für die bizarre Beschreibung dessen, was die Zeugen gesehen hatten, verantwortlich sein können: "Ich schaute aus dem Fenster und sah ein große Lichtkugel am Himmel über den Turbinen. Zuerst dachte ich, ich könnte den Mond verwechselt haben, doch dann traten aus dem tentakelartige Lichter aus und bewegten sich über der Windfarm in Richtung Boden. (...) Ich habe nie zuvor etwas ähnliches gesehen. Es sah aus, wie ein gigantischer Oktopus. Ich habe keine Ahnung, was es gewesen sein könnte", so der Zeuge John Harrison.
Ein Sprecher von Ecotricity, dem Betreiber der Windfarm, erklärte indes, dass man bislang keine Erklärung für das beschädigte Windrad habe. Im Gegensatz zu vorigen Berichten, konnte allerdings das fehlende Rotorblatt gefunden und geborgen werden und werde derzeit untersucht.
Was das Windrad jedoch beschädigt habe, wisse man noch nicht und wolle aus diesem Grund auch noch keinen Erklärungsversuch ausschließen - auch nicht jene Theorie, die eine Kollision mit einem unbekannten Flugobjekt ( UFO ) als Erklärung heranzieht. Der Schaden, so zitieren britische Medien, sei auf jeden Fall einzigartig. Alleine dass ein einziges der Blätter gänzlich abfalle bzw. abgerissen werde, sei schon sehr ungewöhnlich und es bedürfe einer gewaltigen Kraft.
Umso ungewöhnlicher also, dass auch ein weiteres Rotorblatt erheblich beschädigt wurde. Allerdings, so erklären Experten, verringere sich der notwendige Kraftaufwand bzw. Einschlagsenergie, im Gegensatz zu einer stillstehenden Anlage, wenn sich das Windrad drehe. Sicher sei jedoch, dass der Schaden nicht durch Vögel verursacht worden sein könne. Eisschäden sollen zwar von Anti-Vereisungssystemen verhindert werden, könnten jedoch - bei einem Ausfall des Systems - nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Auch diese Möglichkeit wird derzeit überprüft.
Auf Anfrage erklärte auch das britische Verteidigungsministerium (MoD), dass man den Vorfall nicht untersuche, da bislang keine Verletzung des britischen Luftraumes oder ungenehmigte militärische Aktivitäten vorlägen.
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7. Januar 2009
Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / newenergyfocus.com / guardian.co.uk / bbc.co.uk / sun.co.uk
