Verfärbte runde Flecken im Marsboden (o.). Ein Hinweis auf einstige heiße Quellen wie sie auch auf der Erde zu finden sind (u.)? | Copyright: NASA/MRO/HiRISE/C. Allen, D. OehlerHouston/ USA - In der Mars-Region Arabia Terra sind NASA-Wissenschaftler auf geologische Strukturen gestoßen, wie sie auf der Erde von hydrothermalen Quellen erzeugt werden. Derartige heiße Quellen beherbergen noch heute urzeitliche und widerstandsfähige Organismen, wodurch auch die entsprechenden Strukturen auf dem Roten Planeten auf der Suche nach Leben auf dem Mars in den Mittelpunkt des Interesses katapultiert wurden.
Die auf den Aufnahmen der NASA-Sonde Mars Reconnaissance Orbiter (MRO) entdeckten Strukturen, gleichen auf erstaunliche Weise hydrothermalen Quellen auf der Erde, so sie NASA-Wissenschaftler Carlton Allen und Dorothy Oehler schon in der vergangenen April-Ausgabe des Fachjournals "Astrobiology". Jetzt haben die Forscher weitere Details ihrer Untersuchungen bekanntgegeben.
So stimmen nicht nur die leichten Hügel, sondern auch die kleinen kanalartigen Strukturen, die von ihnen weglaufen, mit den Merkmalen von heißen Quellen etwa im Yellowstone Nationalpark überein. Gegenüber "Space.om" erläuterte Allen, dass sich die Strukturen auf dem Mars im Innern des tiefen und steilen Kraters Vernal befinden und wahrscheinlich einst von unterirdischen Quellen gespeist wurden.
Bislang sei die Idee, dass es sich um Überbleibsel einstiger heißer Quellen handeln könnte, noch reine Theorie, da noch keine Informationen darüber vorlägen, aus was die Strukturen eigentlich bestehen. Eine Analyse der Mineralstruktur der umliegenden Böden, könnte hier schon bald Klarheit bringen, der MRO ist für derartige Untersuchungen sogar ausgestattet. Einziges Problem, so die Forscher, könnte der in der Region allgegenwärtige dicke Marsstaub auf dem Boden sein, der die Satelliten-Messungen beinträchtigen und die darunterliegenden Mineralzusammensetzungen verdecken könnte.
Nun hoffen die Forscher darauf, auch in weniger staubigen Gebieten auf ähnliche Strukturen zu stoßen, die dann eindeutig analysiert werden können und die Frage beantworten helfen, ob an diesen Stellen einst heißes Marswasser an die Oberfläche schoss. Allerdings scheint es sich um relativ seltene Merkmale zu handeln, wie sie leicht auch durch Erosion oder einstigen Vulkanismus abgetragen werden können.
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Quellen: space.com / genzwissenschaft-aktuell.de
