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Dienstag, 17. Februar 2009

Wissenschaftler: Aliens könnten bereits unentdeckt auf der Erde leben

Archiv: Ansammlung von Kolibakterien | Copyright: US Agricultural Research Service

Chicago/ USA - Von der Wissenschaft gänzlich unbemerkt, könnten außerirdische Lebensformen in Form von Mikroben bereits seit langer Zeit auf der Erde leben. Da ihre Biochemie möglicherweise auf gänzlich unirdischen bzw. außerirdischen Grundlagen beruht, wären diese Aliens vielleicht noch nicht einmal als Mikroben zu erkennen.

Diese Meinung vertrat der Kosmologe Paul Davies von der Arizona State University auf dem Jahrestreffen der American Association for the Advancement of Science (AAAS) und verweist darauf, dass unsere Technologien zum Auffinden von Mikroben gänzlich ungeeignet zur Entdeckung dieser Außerirdischen sind, da lediglich nach jenen Prozessen bakteriellen Lebens gesucht wird, wie wir sie nach irdischen Maßstäben kennen.

Die Identifikationen derartigen Lebens auf der Erde, könnte dann später auch dabei behilflich sein, mikrobiologisches Leben auf dem Mars oder auf anderen Himmelskörpern unseres Sonnensystems ausfindig zu machen. Zudem wäre der Nachweis der von Davies als "Zweite irdische Schöpfung" bezeichneten Lebensformen auf der Erde ein Indiz dafür, dass auch andere Himmelskörper - durch Panspermie - also sozusagen huckepack mit Kometen und Asteroiden mit der Saat des Lebens "befruchtet" wurden und werden, die dann unter entsprechend geeigneten Umweltbedingungen die so neu erschlossenen Welten besiedeln und sich entwickeln.

"Die Suche nach Außerirdischen sollte zuhause mit einer 'Mission Erde' beginnen", fordert Davies denn auch im Interview mit der "Times". Bislang habe es noch keine systematische Suche nach erdfremdem Leben auf der Erde gegeben. Und so nimmt sich der Wissenschaftler denn auch die Freiheit, über unterschiedliche mögliche Formen dieses außerirdischen Lebens auf der Erde zu spekulieren.

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Statt wie irdische Organismen, die aus den fünf Lebensbausteinen Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff, Stickstoff und Phosphorverbindungen bestehen, könnten Organismen auch auf Bass von Arsensäure aufgebaut sein. Auch könnte sich der Aufbau der DNA der zu suchenden Alien-Mikroben derart von derer irdischer Artgenossen unterscheiden, dass sie schlicht und einfach nach irdischen Standards nicht als solche erkannt werden würde, selbst wenn sie unter dem Mikroskop läge. Auch de Fortpflanzung dieser postulierten Lebewesen könnte sich stark von den irdischen Prozessen unterscheiden. Schlussendlich könnten sie sogar im Innern bekannter irdischer Organismen, wie auch in uns Menschen leben, ohne entdeckt zu werden: "Vielleicht existieren sie direkt vor unsere Nase - vielleicht sogar direkt in unserer Nase?" erläutert Davies scherzend seine Theorie.

Bücher zum Thema:

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Wissenschaftsstreit: Kontroverse um mögliche Mars-Fossilien
26. November 2008


Quellen: times-online.co.uk / grenzwissenschaft-aktuell.de
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