Die Oberfläche des Mars | Copyright: NASA/JPL/CornellRolla/ USA - 2011 soll auch der nächste Mars-Rover der NASA "Curiosity" den Roten Planeten nach Spuren von Leben absuchen. Schon jetzt studieren Wissenschaftler extremophile Mikroorganismen in australischen Seen, um von diesen Rückschlüsse auf mögliches Leben auf dem Mars ziehen zu können.
Im Wasser von Salzseen im Bundesstaat Western Australia haben die Forscher um Dr. Melanie Mormile von der "Missouri University of Science and Technology" Organismen entdeckt, die unter ähnlichen Umweltbedingungen gedeihen, wie sie auch auf dem Mars vorgefunden wurden. Ihre Forschungsergebnisse haben die Forscher aktuell im Fachmagazin "Astrobiology" veröffentlicht.
Noch bis vor kurzem glaubten Biologen davon aus, dass sich Leben in diesen Seen nicht halten könne, da diese aufgrund der Gesteinsarten am Boden zu hohe Konzentrationen an Metallen und anderer Ionen aufweisen. Mormile und ihre Kollegen konnten im Wasser der Seen jedoch einfache Mikroorganismen, sogenannte Prokaryoten nachweisen, zelluläre Lebewesen, die keinen Zellkern besitzen und die unwirtlichen Gegebenheiten in den Seen trotzen.
In allen Proben aus den 11 untersuchten Seen fanden die Forscher sogar eine große Vielfalt der Mikroben, jeweils abhängig von den unterschiedlich vorhandenen Umweltbedingungen.
In zukünftigen Untersuchungen wollen die Wissenschaftler nun herausfinden, wovon genau sich die unterschiedlichen Mikroben ernähren, wodurch sie sich auch Rückschlüsse auf mögliches Marsleben erhoffen. Zudem könnten die australischen Salzgewässer auch bislang unbekannte Mikroben beherbergen, wie sie auch auf der Erde zu unterschiedlichen Zwecken, etwa zum biologischen Schadstoffabbau, genutzt werden könnten.

Ob die Entdeckungen der Forscher tatsächlich zur Entdeckung von Leben auf dem Mars führen werden, wird die zukünftige Erforschung des Roten Planeten zeigen. Auf jeden Fall zeigen die Ergebnisse von Mormiles Team erneut, dass Leben selbst auf der Erde an den unvorstellbarsten Orten und unter den widrigsten Umständen existieren kann.
"Aus Sicht eines Mikrobiologen ist es offensichtlich: Wo immer Wasser ist, da ist auch Leben, auch wen man es auf den ersten Blick vielleicht nicht direkt sehen kann", so Mormile.
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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / mst.edu
