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Freitag, 30. April 2010

Arche-Fund ein Schwindel?

Satellitenbild des von Schnee bedeckten Ararat | Copyright: NASA

Boston/ USA - Nachdem vor wenigen Tagen ein Team türkischer und chinesischer Wissenschaftler auf einer Pressekonferenz in Hong Kong den Fund der Arche Noah auf dem Ararat verkündet hatte (...wir berichteten), häufen sich die Zweifel entweder daran, dass es sich bei der Holzstruktur um die Arche handelt oder aber grundsätzlich an den Behauptungen der Forscher. Ein ehemaliger Kollege des evangelikalen Forscherteams erhebt nun schwere Vorwürfe und spricht von einem groß angelegten inszenierten Schwindel.

Gegenüber dem "Christian Science Monitor" (csmonitor.com) erklärte der Archäologe, Arche-Sucher und Direktor des "Center for Judaic Studies" an der "Liberty University" in Lynchburg, Randall Price, das Team von "Noahs Ark Ministries International" (NAMI) habe im Sommer 2008 kurdische Arbeiter damit beauftragt, eine große alte Holzstruktur in der Nähe des Schwarzen Meeres Abzubauen und zu einer Höhle im Ararat-Gebirge zu transportieren, in der frühere Theorien die Reste der Arche vermutet hatten.

In den von NAMI veröffentlichten Bilder glaubt Price diese Struktur zu erkennen. Auch seien auf einigen Aufnahmen Spinnweben in den Räumen zu erkennen, wie sie unter den Bedingungen des angeblichen Fundorts der Struktur kaum möglich seien.

Auch zahlreiche andere christliche Archäologen und Forscher zeigen sich gegenüber dem Fund kritisch bis zurückweisend. "Es gibt bestimmte biblische Artefakte - wie beispielsweise die Bundeslade oder eben die Arche Noah - die auch zahlreiche Amateurforscher in ihren Bann ziehen", kommentiert etwa Bill Crouse, der Präsident der "Christian Information Ministries" das Vorgehen von NAMI. Crouse hatte selbst zwei Jahre lang nach der Arche gesucht. "Ich befürchte, dass gutgläubige Christen auf diese Story anspringen und sich das Ganze zu einer viralen Story im Internet entwickeln wird. Viele Christen sind schon jetzt verwirrt, weil es schon früher immer wieder hieß, dass die Arche gefunden worden sei." Derartige Behauptungen würden fast alle zwei Jahre wieder aufgewärmt.

Bis zum Redaktionsschluss dieser Meldung lag noch keine Stellungnahme von NAMi vor.

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Quellen: grenzwisseschaft-aktuell.de / csmonitor.com
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