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Dienstag, 30. November 2010

Trotz Sauerstoff-Atmosphäre: Leben auf Saturnmond Rhea unwahrscheinlich

Der Saturnmond Rhea vor dem Hintergrund seines gewaltigen Planeten und dessen charakteristischen Ringsystem - ebenfalls zu sehen ist der kleinere aber auf dieser Aufnahme auch wesentlich weiter entfernte Mond Epimetheus | Copyright: NASA/JPL/Space Science Institute

Pasadena/ USA - Nachdem die Sonde Cassini auf dem Saturnmond Rhea eine Sauerstoffatmosphäre nachweisen konnte (...wir berichteten) wird auch darüber spekuliert, ob es auf dem Saturntrabanten auch Leben, ähnlich wie jenem auf der Erde geben könnte. Experten hingegen, können sich dieser Hoffnung nicht anschließen.

"Es ist das erste Mal, dass es gelungen ist, Sauerstoff in der Atmosphäre eines anderen Himmelskörpers als der Erde direkt nachzuweisen", zeigt sich Andrew Coates vom "Mullard Space Science Laboratory" der "University College" von den Messungen der Sonde fasziniert, die bei einem Überflug über den Nordpol von Rhea in nur 97 Kilometern Entfernung ur Überfläche durchgeführt werden konnten. Zwar wurde Sauerstoff bereits in den 1990er Jahren in den Atmosphären der Jupitermonde Ganymed und Europa Sauerstoff entdeckt, doch gelang dies bislang lediglich durch Messungen aus der Ferne mit dem Weltraumteleskop Hubble.

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Hoffnungen, dass es trotz der sehr dünnen Atmosphäre dennoch Leben auf Rhea geben könnte, wie es jenem auf der Erde gleichen könnte, werden von Experten allerdings verworfen. "Zwar ist die auf Rhea vorgefundene Chemie die Grundvoraussetzung für die Entstehung von Leben, doch deuten alle bislang vorliegenden Informationen darauf hin, dass Rhea zu kalt und zu trocken ist, um Leben, wie wir es kennen, zu ermöglichen", kommentiert Ben Teolis vom "Southwest Research Institute" die Situation, dessen Team gemeinsam mit jenem von Coates der Nachweis der Sauerstoffatmosphäre auf Rhea gelungen war.

Allerdings stehen die Wissenschaftler bislang noch vor einem Rätsel: Während es zahlreiche nichtbiologische Möglichkeiten für den zu 70 Prozent die dünne Atmosphäre ausmachenden Sauerstoff gibt, ist bislang noch gänzlich unbekannt, woher das restliche Kohlendioxid stammt. Rein theoretisch könnte dieses ein Produkt einfacher Lebensformen sein, die sich - ähnlich irdischen extremophilen Mikroben - den unwirtlichen Umständen auf dem Saturnmond angepasst haben könnten.

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Quelle: grenzwissenschaft-aktuell.de / nasa.gov / swri.org / guardian.co.uk
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