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Dienstag, 15. Februar 2011

Ägyptische Archäologen fordern Rücktritt und Anklage von Zahi Hawass

Dr. Zahi Hawass | Copyright: Wikipedia-User Archeologo/cc-by-sa

Kairo/ Ägypten - Nach dem Sturz des ägyptischen Präsidenten Mubarak richten sich dir Forderungen des Volkes nun auch gegen weitere Persönlichkeiten des ehemaligen Regimes. Davon nicht ausgeschlossen ist auch der Generalsekretär der ägyptischen Altertümerverwaltung (SCA), Dr. Zahi Hawass.

Wie "almahrusa.blogspot.com" berichtet haben 200 ägyptische Archäologen vor dem Hauptgebäude der SCA demonstriert und dem Militär eine Liste von Forderungen übergeben. Neben Forderungen nach höherem Lohn nennt die Liste den Rücktritt und Anklage Hawass' wegen Korruption und der Verantwortung für die Diebstähle von 18 historischen Kunstschätzen aus dem Ägyptischen Museum.

Wie die "Associated Press" berichtet, erklärten zahlreiche professionelle Archäologen und Studenten, dass die von dem langjährigen egozentrischen Gebaren Hawass genug hätten. Tatsächlich geht Hawass auch in der internationalen Archäologie der Ruf eines ägyptologischen Pharaos voraus, der keine Meinung neben der eigenen über das Alte Ägypten zulasse und Kritiker durch Verweigerung von Forschungsgenehmigungen in Ägypten mundtot macht.

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Bis zuletzt hatte sich Hawass hinter das Mubarak-System gestellt und sogar die Schäden und Verluste am und im Ägyptischen Museum verharmlost. Erst am vergangenen Sonntag hatte Hawass dann eingestanden, dass doch 18 unbezahlbare Artefakte gestohlen worden seien - darunter auch zwei goldverzierte Statuen des Tutanchamun, die jedoch mittlerweile wieder aufgetaucht sein sollen. Das Verschweigen dieser Umstände, wird ihm nun zumindest von seinen Gegnern als Hilfestellung des fallenden Mubarak-Regimes ausgelegt.

Trotz aller Forderungen gegen seine Person, hat Dr. Hawass für den morgigen Mittwoch ins Ägyptischen Museum zu einer Pressekonferenz geladen, auf der er die Ergebnisse einer DNA-Analyse von Tutanchamun bekannt geben will. Beobachter vermuten, dass Hawass seine bisherige Allmachtstellung in der ägyptischen Archäologie dazu nutzen will, um sich als unersetzbar darzustellen und so Position und Amt zu retten.

Unterdessen berichtet der "Christian Science Monitor" allerdings, dass Hawass sein SCA-Büro in Kairo bereits geräumt habe...

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / dailygrail.com / almahrusa.blogspot.com / csmonitor.com / ap.org
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