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Dienstag, 22. März 2011

Meteorologen erklären gigantische Ringe auf Wetterradar

Radar-Ring über Europa Mitte März 2011. | Copyright/Quelle: meteox.com

Arnhem/ Niederlande - Seit Jahren sorgen gewaltige Ringe auf Wetterstationen weltweit für Aufsehen und kontroverse Diskussionen darüber, um was es sich bei diesen Abbildern handelt. Während einige Forscher Wetterexperimente, UFOs oder Phänomene vermuten, die mit Kornkreisen in Verbindung stehen könnten, tauchte das Phänomen vor wenigen Tagen erneut auf dem Wetterradar nun über Europa auf. Meteorologen haben für die "Radar-Kreise" hingegen eine technische bzw. natürliche Erklärung.

Unter anderem am 15. und 16. März zeigte das europäische Wetterradar erneut einen gewaltigen Ring über den Be-Ne-Lux-Ländern und dem mittleren Westdeutschland. Auch einige unserer Leser wurden darauf aufmerksam und erkundigten sich bei unserer Redaktion ("grenzwissenschaft-aktuell.de") über das Phänomen.

Eine Anfrage bei "Meteox.de", auf deren Radarbildern der vermeintlich mysteriöse Ring zu sehen war, ergab zunächst die kurze Antwort, dass es sich "nur um einen Radarfehler" handele. In einer zweiten Mail gingen die Meteorologen dann auf die technischen bzw. natürlichen Hintergründe des Phänomens genauer ein und erklärten: "Solche Ringe entstehen, wenn Schnee exakt auf der Höhe der Radarstrahlen zu regen wird. Das Phänomen wird dann als 'Schmelz-Kreis' bezeichnet."

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In anderen Fällen, so im Januar 2010 über Australien (s. f. Abb.), zeigten sich neben einfachen Ringen auch komplexere Muster aus Speichen und Wirbelrädern. Auch bei derartigen Radarbildern soll es sich laut Meteorologen des australischen "Bureau of Meteorology" um Artefakte des Radars handeln, wenn sich die Wellen unterschiedlicher Stationen in die Quere kommen und erklärte gegenüber australischen Medien. Man arbeite daran, entsprechende "Störungen zukünftig zu reduzieren."

Radarmuster über Australien, 2010. | Copyright/Quelle: bom.gov.au

Trotz entsprechender Erklärungen halten die Diskussionen über alternative Erklärungen für die sonderbaren Radarbilder an. Besonders populär sind Theorien, wie sie die Muster auf Experimente zur Wetterbeeinflussung und das zivile wie militärische Forschungsprogramm HAARP (High Frequency Active Auroral Research Program) zurückführen. Bei HAARP handelt es sich um eine experimentelle Anlage, mit der hochfrequente elektromagnetische Wellen zur Untersuchung, Kritiker behaupten auch zur Beeinflussung, der oberen Atmosphäre, insbesondere der Ionosphäre, eingesetzt werden.

- Ausführlichere Informationen über einen potentiellen Zusammenhang zwischen den Radarbildern und HAARP finden Sie HIER

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / meteox.de
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