Dienstag, 26. April 2011

Astrofotografie: Weiteres Mars-Gesicht entdeckt

Ein weiteres "Mars-Gesicht" oder zufällige Felsformation? | Copyright: ESA/DLR/FU Berlin

Berlin/ Deutschland - Schon seit jeher beflügelt der Mars die Vorstellungskraft von Visionären, Autoren, Laien und Wissenschaftlern. War es zunächst ein Netzwerk von Kanälen, das noch bis ins 20. Jahrhundert hinein selbst unter angesehenen Astronomen für Spekulationen über eine technologische Zivilisation auf dem Roten Planeten sorgte, folgten in den 1970er Jahren Satellitenaufnahmen einer Gesteinsformation mit menschlichen Zügen. Während dieses "Face on Mars" immer noch entweder als künstliche Struktur oder Illusion aus Fels, Licht und Schatten kontrovers diskutiert wird, haben Nutzer des Online-Mars-Atlas' "Google Maps Mars" nun ein weiteres angebliches Gesicht auf dem Mars entdeckt.

Hinweis: In der ursprünglchen Version dieser Meldung ist uns bei der Angabe der Koordinaten zum neuen "Mars-Gesicht" eine Ziffer abhanden gekommen. Wir bitten dies zu entschuldigen. Hier die vollständigen Koordinaten:

33°12'29.82"N, 12°55'51.21"W

Schon das am 25. Juli 1976 von der Viking-Sonde der NASA fotografierte "Mars-Gesicht" in der Marsregion Cydonia sorgte für Spekulationen über eine dortige künstliche Struktur. Erneute Aufnahmen aus dem Jahr 2001, wie sie die Struktur in hochausflösender Qualität und bei anderem Sonnenstand zeigten, lassen diesen Eindruck jedoch verschwinden und einen stark erodierten Tafelberg erkennen. Andere Forscher glauben jedoch weiterhin an eine künstliche, ebenfalls erodierte Struktur und erkennen Hinweise auf einen symmetrischen Grundaufbau.

Das "Marsgesicht", fotografiert am 25. Juli 1976 (l.) und 2001 | Copyright: NASA

Eine ähnliche Diskussion wird sich erwartungsgemäß nun wohl auch um das neue Gesicht auf dem Mars entspinnen, das eine Größe von rund 2 x 1,5 Kilometern aufweist. Kritische Betrachter halten indes auch hier ein Spiel aus Licht und Schatten, gepaart mit dem Wahrnehmungspsychologischen Phänomen der Pareidolie, die uns konkrete Formen und Gegenstände in chaotisch entstandenen natürlichen Strukturen wie Wolken, Bäumen und Felsen erkennen lässt, für die wahrscheinlichste Erklärung.

Überzeugen Sie sich selbst: Das neue "Mars-Gesicht" auf Aufnahmen der ESA finden Sie bei den Mars-Koordinaten 33°12'29.82"N, 12°55'51.21"W

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Ein ähnlich imposantes "Portrait" findet sich auch auf der Erde. In der kanadischen Provinz Alberta scheint der Verlauf einer Hügelkette das Antlitz eines südamerikanischen Ureinwohners mit Federschmuck zu zeigen. Eine Straße erweckt zudem auch noch den kuriosen Eindruck, der Indianer würde weiße Kopfhörer und damit das Markenzeichen des iPod tragen.

Der felsige Indianer im kanadischen Alberta befindet sich bei den "Google Earth/Maps"-Koodinaten 50° 0'38.20"N 110° 6'48.32"W | Copyright/Quelle: maps.google.de

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