Donnerstag, 22. September 2011

Ungeheuer von Loch Ness erneut mittels Sonar geortet?

Das Sonar-Bild (L.) gemeinsam mit einer Zeichnung eines jagenden Plesiosauriers und dem Bootskapitän Marcus Atkinson. | Copyright/Quelle: dailymail.co.uk / M. Atkinson / lochnessmystery.blogspot.com

Inverness/ Schottland - Eine neue Sonaraufnahme aus dem Loch Ness sorgt derzeit für Interesse unter Kryptozoologen, zeigt das Echo doch ein Objekt mit einem Dicke von mindestens 1,5 Metern.

Zwar könne die Aufnahme keine Details, wie etwa den charakteristisch langen Hals oder die immer wieder von Zeugen aus dem Wasser herausragenden Höcker, darstellen, berichtet die schottische Ausgabe der "Daily Mail", dennoch halten Experten wie Steve Feltham die Aufnahme möglicherweise für einen der wichtigsten Beweise für die Existenz eines großen, noch unbekannten Wesens im von Sagen umwobenen Loch Ness.

Umgeben von zahlreichen Fischen zeigt das Sonarecho einen Durchmesser des Objekts von rund 1,5 Metern. Da sich das "Ziel" jedoch unterhalb und mit dem Boot bewegt, lassen sich aus den Daten keine Rückschlüsse auf seine Länge ziehen.

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Das Sonarecho zeigt einen Schnitt durch den See mit dem Boot selbst in der oberen rechten Ecke. Aufgenommen wurde es von dem 42-jährigen Kapitän Marcus Atkinson, der geistesgegenwärtig ein Foto der Bildschirmanzeige mit der Kamera seines Mobiltelefons machen konnte, bevor das "Objekt" aus der Reichweite des Sonars verschwand. Atkinson lag gerade mit seinem Boot vor der malerischen Kulisse der Ruine von Urquhart Castle und wartete auf Passagiere. Atkinson befährt den Loh Ness schon seit vielen Jahren nahezu tagtäglich, erklärte gegenüber der Zeitung aber, dass er noch nie etwas Vergleichbares gesehen habe.

"Es war wirklich sehr merkwürdig, es war ganz offensichtlich kein Fischschwarm und es wurde zusehends größer. Dieses Ding war völlig anders als alles, was ich bislang gesehen habe."

Die weißlich-hellgrüne Fläche in der unteren rechten Bildecke zeigt den Grund des Lochs, der zum Ufer hin ansteigt. Die zusätzlichen leicht grünen kleinen Punkte und Flecken zeigen Süßwasserfische im See. Das potentielle "Ungeheuer" zeichnet sich als langer, grüner Streifen zwischen den Tiefenmarkern für 20 und 25 Metern (s. Abb.) ab. Anhand dieser Marker ist auch der Durchmesser des Radarechos von 1,5 Metern ablesbar.

Zu den Angaben der "Daily Mail" erläutert der Nessie-Sichtungsblog "Loch Ness Mystery" (lochnessmystery.blogspot.com), dass die ablesbaren Maße von 1,5 Metern nicht zwangsläufig dem vollständigen Durchmesser des "Objekts" abbilden. "Sollte es sich um ein Tier handeln, so sollte es sich vielmehr um die Maße der Lunge oder einer Schwimmblase handeln. (Auch bei Fischen, stellt ein solches Sonar nicht die Größe oder den Umfang eines Tieres, sondern meist die seiner Schwimmblase dar, da das Sonar den Dichte-Unterschied zwischen dem umgebenden Wasser und dem Fisch abbildet, der wiederum zwischen Wasser und der mit Luft/Gas gefüllten Schwimmblase am größten ist.) In einem solchen Fall würde jedoch eine Lunge oder ein Auftriebsorgan von 1, 5 Metern auf ein wirklich großes Wesen deuten.

Der Blog widerspricht allerdings auch der Abmessung der Zeitung und vermutet anhand der Tiefenmarkierung eher einen Durchmesser von 75 Zentimetern, "was aber immer noch eine beachtliche Größe darstellt."

"Wenn wir einmal davon ausgehen, dass es sich hierbei tatsächlich um ein Tier von der klassischen (plesiosaurierartigen) Nessie-Form handelt, so hätten wir es hier mit einem Tier von entweder 5 oder 10 Metern Länge zu tun." Zumindest diese hochgerechneten Maß passen recht gut zu der von Plesiosauriern erreichten Körperlängen von 3 und 10 Metern.

Schon 2009 konnte das Sonar eines Touristenschiffes im Loch Ness gleich fünf ungewöhnliche Echos aufzeichnen (...wir berichteten).

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