Mittwoch, 23. November 2011

Fobos-Grunt: ESA stellt erfolgreichen Kontakt zur russischen Marsmond-Sonde her

Künstlerische Darstellung: Der Fobos-Grunt-Mission ins Mars-System. | Copyright: ROSKOSMOS

Perth/ Australien - Nachdem das Raumschiff mit der russischen Sonde "Fobos-Grunt" kurz nach dem Start seinen Weg zum Marsmond Phobos nicht antrat und seither in einer Erdumlaufbahn festsitzt, hatte selbst die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos die Mission schon fast aufgegeben. Jetzt vermeldet die europäische Raumfahrtagentur ESA, erfolgreich Kontakt zu "Fobos-Grunt" hergestellt zu haben.

Der Kontakt zur Sonde gelang demnach am gestrigen Abend mit Hilfe der ESA-Tracking-Station im australischen Perth. Jetzt arbeiten die Wissenschaftler und Techniker eng mit ihren russischen Kollegen zusammen, um das Raumschiff dennoch in Richtung Marsmond zu schicken.

Dort angelangt soll die Sonde im Februar 2013 auf dem Marstrabanten landen und hier bis zu 400 Gramm Bodenmaterial einsammeln, die dann mit einer Rückkehrrakete im August 2014 zur Erde zurück transportiert werden sollen.

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Auf dem Marsmond wird die Landeeinheit von "Fobos-Grunt" (Phobos-Boden) zahlreiche Experimente durchführen. Hierbei werden auch insgesamt zehn lebende Mikroorganismen und pflanzliche Samen an Bord der Landeeinheit auf Phobos landen und diese gemeinsam mit den Bodenproben in der Rückkehrkapsel auch wieder Richtung Erde verlassen. Gemeinsam mit amerikanischen Wissenschaftlern der kalifornischen "Planetary Society" (PS) sollen damit die Auswirkungen eines Langzeitfluges zum Mars und zurück zur Erde auf die Kleinstlebewesen untersucht und zugleich die so genannte Panspermie-Theorie getestet werden, nach der das Leben im Innern etwa von Meteoriten auf die Erde und andere Planeten gelangt sein könnte.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / esa.int
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