Donnerstag, 29. Dezember 2011

Astronomen fordern Suche nach Spuren Außerirdischer auf dem Mond

Künstlerische Interpretation außerirdischer Spuren auf dem Mond... (Illu.) | Copyright: A. Müller, grewi.de

Tempe/ USA - Während Astronomen im Rahmen des SETI-Programms nach Signalen von außerirdischer Intelligenz im All fahnden, fordern zwei Wissenschaftler nun in einem Artikel im Fachmagazin "Acta Astronautica", die Suche nach Spuren und Hinweisen auf einstige Besuche Außerirdischer auf dem Mond. Diese solle auch zivile Freiwillige nach dem Vorbild von SETI@home einbinden.

Paul Davies und Robert Wagner von der Arizona State University schlagen darin vor, die hochauflösenden Aufnahmen aktueller Mondmissionen, wie etwa dem Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) nach Spuren außerirdischer Artefakte auf dem Mond abzusuchen. Tatsächlich sind diese Aufnahmen mittlerweile so hochauflösend, dass auch kleinere Details wie zurückgelassene wissenschaftliche Instrumente und sogar die Fußspuren der Apollo-Mondastronauten zu erkennen sind (...wir berichteten).

"Auch wenn die Chance nur sehr gering ist, dass eine außerirdische Technologie auf dem Mond Spuren in Form von Artefakten oder einer erkennbaren künstlichen Veränderung der Mondoberfläche hinterlassen hat, so ist der Erdtrabant für eine solche Suche doch nahe genug und eignet sich zudem in idealer Weise dafür, entsprechende Spuren langfristig zu bewahren", so Wagner und Davies in ihrem Artikel.

www.grenzwissenschaft-aktuell.de
+ + + HIER können Sie unseren täglichen Newsletter bestellen + + +

Tatsächlich wird jegliche Veränderung der Mondoberfläche durch das Fehlen einer Atmosphäre nahezu für die Ewigkeit konserviert. Lediglich Meteoriteneinschläge könnten entsprechende Veränderungen oder Hinterlassenschaften noch zerstören oder verschütten.

Während sich SETI also mittels Radioteleskopen ins ferne All wendet und beispielsweise mit Hilfe des US-Militärs die vom NASA-Weltraumteleskop Kepler neu entdeckten nach Signalen abhorcht (...wir berichteten), spekulieren die beiden Astronomen nun darüber, dass eine genügend weit entwickelte außerirdische Zivilisation irgendwann einmal den Weg zur Erde gefunden haben könnte. In ihrem Szenario wäre der Mond dann der ideale Beobachtungsstützpunkt einer hypothetischen wissenschaftlichen Mission der Aliens gewesen. Dass bei einem solchen Unterfangen auch Spuren und Artefakte zurückgelassen wurden, wäre für die Forscher dann ebenfalls "logisch".

Das von Davies und Wagner vorgeschlagene Programm zur Suche nach solchen Hinweisen, Spuren und Gegenständen auf den Aufnahmen der aktuellen Mondmissionen könnte gemeinsam mit den sowieso sorgfältig durchgeführten Auswertungen der Mond-Aufnahmen für andere wissenschaftliche Zwecke durchgeführt werden und mit nur geringem finanziellen Mitteln ausgegliedert werden, besonders, wenn - nach dem Vorbild von SETI@home oder dem Projekt "Galaxy Zoo" - die Bilddaten etwa der LRO-Aufnahmen auch freiwilligen Nutzern am heimischen Computer zu einer entsprechenden Auswertung zur Verfügung gestellt werden.

Entsprechende Funde ungewöhnlicher Details durch freiwillige zivile Teilnehmer an einem solchen Projekt könnten dann von Experten weiterführend überprüft und verifiziert werden, so die Astronomen.

WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA
US-Militär finanziert Suche nach intelligenten Signalen von Kepler-22b
8. Dezember 2011
Studie: "Außerirdische Sonden könnten selbst im Sonnensystem zu finden sein"
8. November 2011
Künstliche Beleuchtung könnte Städte auf fernen Planeten verraten
2. November 2011
NASA legt nach: Schärfere Bilder der Apollo-Landestellen
7. September 2011

Bücher zum Thema:

- - -

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / journals.elsevier.com/acta-astronautica / guardian.co.uk
Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de
(falls nicht anders angegeben)


Für die Inhalte externer Links übernehmen wir keine Verantwortung oder Haftung.


WEITERE MELDUNGEN finden Sie auf unserer STARTSEITE