Mittwoch, 12. Dezember 2012

Erst am Sonntag entdeckt: Asteroid passierte gestern die Erde innerhalb der Mondumlaufbahn


Orbitaldiagramm des Asteroiden "2012 XE54" (Ilu.).
| Copyright: NASA/JPL Small-Body Database 


Washington (USA) - Nur zwei Tage nach seiner Entdeckung hat ein rund 36 Meter durchmessender Asteroid die Erde gestern nur vergleichsweise knapp verfehlt und innerhalb der Mondumlaufbahn passiert. Gefahr, dass der kosmische Brocken auf die Erde traf bestand laut Astronomen nicht - einen ähnlich großen Asteroiden machen Wissenschaftler allerdings für das sogenannte Tunguska-Ereignis verantwortlich, bei dem 1908 eine gewaltige Explosion 2.000 Quadratkilometer sibirischen Wald umknickte.

Der neuentdeckte erdnahe Asteroid mit der Bezeichnung "2012 XE54" wurde erst am vergangenen Sonntag entdeckt, und näherte sich der Erde am gestrigen Dienstag auf 230.000 Kilometer an. Im Vergleich dazu umkreist der Mond die Erde mit einem durchschnittlichen Abstand von rund 386.000 Kilometern.


www.grenzwissenschaft-aktuell.de
+ + + HIER können Sie unseren täglichen Newsletter bestellen + + +

Während "2012 XE54" also bei einem potentiellen Erdtreffer nur lokal begrenzte Schäden anrichten würde, könnte ein anderer Asteroid, der derzeit - wenn auch mit deutlich größerem Abstand - die Erde passiert, bei einem Zusammenstoß eine globale Katastrophe auslösen. Der Asteroid "4179 Toutatis" misst schätzungsweise 5 Kilometer im Durchmesser und erreicht am heutigen Mittwoch mit einem Abstand von sieben Millionen Kilometern seinen "erdnächsten" Punkt. Eine Gefahr stellt dieser "Toutatis" also bis auf weiteres nicht dar.


Bislang haben Astronomen etwa 9.000 erdnahe Asteroiden entdeckt, schätzen jedoch, dass noch mehr als eine Million der kosmischen Brocken auf ihre Entdeckung warten. Etwa 4.700 Asteroiden, so vermuten die Wissenschaftler, sind größer als 100 Meter und würden somit bei einem Zusammenstoß mit der Erde größere bis verheerende Katastrophen auslösen.



grenzwissenschaft-aktuell.de
Quelle: nasa.gov, space.com
Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de
(falls nicht anders angegeben)


Für die Inhalte externer Links übernehmen wir keine Verantwortung oder Haftung.


WEITERE MELDUNGEN finden Sie auf unserer STARTSEITE