Sonntag, 17. März 2013

Peter Scholl-Latour bezeichnet Apollo-Mondlandung als "wirksamste Blendgranate der Geschichte"


Neil Armstrong betritt am 20. Juli 1969 als erster Mensch den Mond.
| Copyright: NASA 


Berlin (Deutschland) - Dr. Peter Scholl-Latour gehört nicht nur zum journalistischen Urgestein Deutschlands sondern gilt auch als exzellenter kulturhistorischer Kenner der Weltpolitik und erfahrener Zeitzeuge der Nachkriegszeit. In einem Nebenkommentar zu einem Interview hat Scholl-Latour nun seine ganz eigene Note zur Kontroverse um die Mondlandungen der Apollo-Missionen abgegeben und diese als das beste Täuschungsmanöver der Welt bezeichnet. Ins Horn der klassischen Apollo-Mondlande-Verschwörungstheorien bläst der vielfach ausgezeichnete Journalist dennoch nicht.

Im Interview mit der TV-Zeitschrift "TV Hören und Sehen" zum aktuellen ZDF-Doku-Spielfilmdreiteiler "Unsere Mütter, unsere Väter" erinnert sich Scholl-Latour an sein eigenes Erleben der Kriegs- und Nachkriegszeit und kommentiert in kurzen Zitaten auch historische Ereignisse wie die Heimkehr der Kriegsgefangenen, Vietnam, den Bau und Fall der Berliner Mauer - und eben auch die Mondlandung der US-Amerikaner.


Peter Scholl-Latour (2008). | Copyright: Bernd Andres, CC-BY-SA 3.0

"1969 verkündet Neil Armstrong auf dem Mond den technologischen Sieg der USA – die wirksamste Blendgranate der Geschichte. Denn alle großen Schritte ins All haben eigentlich die Russen zuerst getan: erster Satellit, erstes Lebewesen im All, erster Mann, erste Frau, erster Weltraumspaziergang, erste Raumstation. Den Vorsprung haben sie gehalten - die meisten Satelliten starten noch heute in Russland."



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Auch zum Vietnam-Krieg äußert sich Peter Scholl-Latour bis heute aktuell kritisch über die Weltpolitik der USA. 1973 geriet er, der mit seinem ZDF-Kamerateam als einer der wenigsten Journalisten direkt von vorderster Front berichtete, in die Gefangenschaft des Vietcongs. "Wir waren uns der Gefahr bewusst, wurden aber gut behandelt. Allmählich konnten wir das Vertrauen der Nationalen Befreiungsarmee gewinnen, durften den harten Alltag der Dschungelkämpfer filmen - und konnten das Grauen erstmals aus Sicht unserer Gegner darstellen. (...) Vietnam har mir erstmals die Augen geöffnet. Das mächtige Amerika ist trotz Hochrüstung besiegbar - sogar durch eine schlecht ausgerüstete Partisanentruppe. Eine ähnliche Lage wie später (heute) im Irak und in Afghanistan."

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