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Donnerstag, 5. Juli 2007

ORGANISCHE MOLEKÜLVERBINDUNGEN AUF SATURNMOND HYPERION ENTDECKT

Die infrarote Spektralanalyse zeigt gefrorenes Wasser (blau) und Kohlenstoffdioxid (rot), sowie Vermengungen von Wasser und Kohlenstoffdioxid (magenta) und Vermengungen von Kohlenstoffdioxid mit unbekanntem Material in gelb, in der Krateroberfläche des Saturnmondes Hyperion | Copyright: NASA/JPL/Univ. o. Arizona/Ames/Space Science Inst.

Pasadena/ USA – Aufnahmen der Sonde „CASSINI“ zeigen erstmals eine Detailanalyse der Oberfläche des Saturnmondes Hyperion. In tassenförmigen Kratern konnten die Wissenschaftler jetzt organische Moleküle nachweisen, die darauf hinweisen, dass die notwendigen chemischen Grundlagen für die Entwicklung von Leben, wie wir es kennen, alleine in unserem Sonnensystem sehr häufiger verbreitet sind, als bislang angenommen.

Bereits im September 2005 passierte die Sonde den kartoffelförmigen und von Kratern und Binnenkratern übersäten Saturnmond und entdeckte in den Kratern nicht nur gefrorenes Wasser und Kohlenstoffdioxid, sondern auch dunkles Material, dessen Spektralprofil dieses als Kohlenwasserstoffe ausweist.

Wie die aktuelle Ausgabe des Fachmagazins „Nature“ berichtet, ist dieses Vorkommen organischer Verbindung, wie sie auch in Kometen, Meteoriten und galaktischem Staub vorkommen für die Forscher um Dale Criukshank vom „Ames Research Center“ der NASA im kalifornischen Moffet Field von besonderem Interesse: „Sind diese Moleküle in Eis eingebettet und ultraviolettem Licht ausgesetzt, können sich neue und biologisch signifikante Moleküle bilden.“ Dies bedeute zwar nicht, dass man Leben auf Hyperion gefunden habe, aber es sei ein weiterer Hinweis darauf, dass die chemischen Grundlagen des Lebens sehr viel häufiger im Universum vorkommen, als bisher bekannt.

„Der größte Teil von Hyperions Oberfläche ist mit einer Mixtur aus gefrorenem Wasser und organischen Staub der hauptsächlich aus Kohlenstoffdioxid bestehet, bedeckt. Das Kohlenstoffdioxid liegt jedoch nicht in reiner Form vor, sondern ist irgendwie mit anderen Molekülen verbunden,“ zitiert die NASA Dale Cruikshank.

Aufnahme des Saturnmondes Hyperion durch die Cassini-Sonde | Copyright: NASA/JPL/Univ. o. Arizona/Ames/Space Science Inst.

Hyperion ist der achtgrößte Mond des Saturn und umrundet den Gasriesen alle 21 Tage. Die neuen Aufnahmen zeigen zudem, dass der Eismond einem riesigen Schwamm gleicht. Dieser Eindruck entsteht vor allem dadurch, dass sich im Innern der größeren Krater selbst weitere kleinere Krater befinden. Sollte der 300 mal 200 Kilometer große Mond, wie die Forscher vermuten,überrwiegend aus Wassereis bestehen, dann müsste sein Inneres zudem zu 40 Prozent hohl sein. Beinhaltet er jedoch größere Mengen an Gestein wäre diese Porosität noch um einiges höher.

Die Originalaufnahmen zur CASSINI-Oberflächenanalyse von Hyperion finden Sie HIER

Quelle: nasa.gov / ciclops.org / nature.com
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