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Montag, 10. Dezember 2007

Expedition entdeckt neun neue Tierarten in Ghana

Zu den neuentdeckten Arten gehört eine Zecke, deren Vorfahren wohl bereits die Dinosaurier plagten und die wie eine Kreuzung aus Spinne und Krabbe erscheint. Die Fortpflanzungsorgane der Männchen befinden sich an deren Beinen. Weltweit sind nur 57 Arten dieser Familie bekannt | Copyright: Piotr Naskrecki / Conservation International

Arlington/ USA – Eine Wissenschaftsexpedition von „Conservation International (CI)“ hat im tropischen Regewald von Ghana in Westafrika eine ganze Reihe von bedrohten Tierarten entdeckt. Darunter auch neun der Wissenschaft bislang völlig unbekannte Arten. Doch wie so oft, ist auch diese Region durch Wildrodungen und Wilderei bedroht.

Die Entdeckungen zeigen, von welch großen wissenschaftlichen Interesse die Erforschung der biologischen Vielfalt nicht nur in den westafrikanischen Wäldern ist.


Unter Führung des „Rapid Assessment Program (RAP)“ des CI gelang der Expedition im bislang noch intakten Ökosystem der des “Atewa Range Forest Reservat”, die Entdeckung Exemplaren von extrem bedrohten Fröschen, 22 großen Säugetieren, sechs Primaten, 17 Schmetterlingen, sechs Vogelarten sowie die von neun völlig neuen Spinnen und Heuschrecken.

Ebenfalls bislang unbekannt eine von acht neuen Varianten von Heuschrecken | Copyright: Piotr Naskrecki / Conservation International

Bei der in den Atewa-Wäldern gefundenen Population von Conraua derooi-Frösche, handelt es sich möglicherweise um die letzte wachstumsfähige Population dieser Art weltweit | Copyright: Piotr Naskrecki / Conservation International

Alleine in der Atewa-Region finden sich 575 der insgesamt 925 verschiedenen Schmetterlingsarten Ghanas. Das Land verfügt somit doppelt so viele untrschiedliche Schmetterlinge wie ganz Europa.

Bei diesem Foto eines Schmetterlings mit der wissenschaftlichen Bezeichnung „Mylothris atewa“ handelt es sich um das einzige bislang existierende Foto dieser Art | Copyright: Piotr Naskrecki / Conservation International

Jetzt hoffen die Forscher und Naturschützer, dass der Schutzstaus der Region von der Regierung Ghanas auf den eines Nationalparks angehoben wird und empfiehlt einen gezielten und kontrollierten Öko-Tourismus als ideale Symbiose der unterschiedlichen Interessen vor Ort.
(Die Fotos wurden uns freundlicherweise von „Conservation International“ zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!)

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / conservation.org

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