Die deutsche Zentrale von Scientology in Berlin | Copyright. "Times" / GNU FDLBerlin/ Deutschland – Auf ihrer Konferenz haben die 17 Innenminister von Bund und Ländern die Ziele von Scientology einstimmig als verfassungswidrig bewertet. Jetzt soll der Verfassungsschutz Informationen zusammenstellen, um ein mögliches Verbot der Organisation in Deutschland vorzubereiten.
Über ein mögliches Verbotsverfahren soll dann im Herbst des kommenden Jahres entschieden werden. Zuerst werde versucht, Scientology das Vereinsrecht zu entziehen. Gelingen soll dies über dem Umstand, dass der Sitz des Unternehmens in den USA liegt, während ein deutscher Verein unter dem besonderen Schutz des Grundgesetzes steht.
Gegenüber dem "Spiegel" kommentierte die Scientology-Vorstandssprecherin Sabine Weber: "Es wird übersehen, dass uns die Verfassungsschutzbehörden seit Langem beobachten - die Prüfung ist bislang immer zu unseren Gunsten ausgefallen. Dem sollte endlich Rechnung getragen werden. "Der Vorstoß Nagels liege wohl in der neuen Repräsentanz der Organisation in Berlin. "Die Amtkirche muss also fürchten, dass wenn sie noch länger wartet, die vormals geschürten Misskonzepte und Vorurteile gegen uns endgültig verschwunden sind. Es gibt seit 30 Jahren eine Kampagne der Weltanschauungsbeauftragten der evangelischen Kirche gegen uns."
Schon seit Jahren wird die in den USA, Spanien als Religion und Kirche und vor dem Europäischen Gerichtshof als religiöse Gemeinschaft anerkannte Organisation vom Verfassungsschutz beobachtet. Laut dem Hamburger Innensenator Udo Nagel, der den neuen Vorstoß gegen Scientology angeregt hatte, handele es sich bei Scientology um eine Psycho-Ideologie, die auf die „völlige Unterdrückung des Einzelnen“ abziele.
Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / spiegel.de
www.grenzwissenschaft-aktuell.de
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