Dramatischer Gletscherrückgang binnen weniger Jahre | Quelle: BBCZürich/ Schweiz - Eine neue Studie des UNO-Umweltprogramms Unep hat ergeben, dass weltweit die Gletscher schneller schmelzen als bislang angenommen. Von 2004 bis 2006 sind die Gletscher etwa doppelt so schnell geschmolzen als zuvor.
Die Studie des Gletscherüberwachungszentrums an der Universität Zürich hatte jahrzehntelang weltweit 30 Gletscher beobachtet und untersucht und folgten einem sich beschleunigenden Trend, bei dem derzeit ein ende abzusehen sei, so der Direktor des Instituts Wilfried Häberle.
"Millionen, wenn nicht Milliarden Menschen hängen unmittelbar von ihnen ab" so Unep-Direktor Achim Steiner, wenn er an die Bedeutung der Gletscher als natürliche Wasserspeicher erinnert.
Während die Gletscher zwischen 1980 und 2000 durchschnittlich um durchschnittlich 30 Zentimeter geschmolzen waren, stieg der Verlust seit der Jahrtausendwende auf jährlich einen halbem Meter und kürzlich sogar auf 70 Zentimeter pro Jahr.
Besonders dramatisch zeigte sich die Situation am norwegischen Breidalblikkbrea-Gletscher, dessen Eis allein 2006 um mehr als drei Meter schmolz.
Trotz dieser alarmierenden Anzeichen zeigen sich die führenden Klimasünder unter den Industrie- und Schwellenländern weiterhin uneins über Nachfolgeabkommen des 2012 endenden Kyoto-Protokolls.
Quellen. grenzwissenschaft-aktuell.de
