Ludovike Simanowiz: Friedrich Schiller (1794) | Copyright: L. Simanoviz / Public DomainWeimar/ Deutschland - Bislang lagen der "Klassik Stiftung Weimar gleich zwei Schädel vor, die beide dem Dichterfürsten Friedrich Schiller zugeschrieben wurden. Gemeinsam mit dem WDR ließ die Stiftung jetzt die beiden Schädel untersuchen. Dabei kamen die Forscher zu dem Schluss, dass keiner der beiden Schädel als authentisch gelten kann.
Das zwei Jahre dauernde Projekt, an dem unterschiedliche internationale Wissenschaftler beteiligt waren, stellte mittels Exhumierung von Familienmitgliedern Schillers den DNS-Code des Dichters fest, womit zukünftig auch weitere leibliche Überreste auf ihre Authentizität hin überprüft werden können.
"Als Konsequenz dieser Ergebnisse", so die Klassik Stiftung Weimar in ihrer Pressemitteilung, "wurden die Gebeine, die sich vormals im Schiller-Sarg in der Fürstengruft befunden haben, aus diesem entfernt". Schon bald will die Stiftung diese Knochen einer Bestattung auf dem Jakobsfriedhof zuführen.
Die Analysen kamen zustande, nachdem immer wieder Zweifel an der Echtheit eines der beiden angeblichen Schiller-Schädel vorgebracht wurden, und sich Stiftungspräsident Hellmut Seemann, in dessen kuratorischer Verantwortung auch die Fürstengruft und die darin liegenden Gebeine liegen, gegenüber den jährlich fast 41.000 Besuchern gegenüber verpflichtet sah zu erklären, ob es sich tatsächlich um die sterblichen Überreste Schillers handelt oder nicht.
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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / klassik-stiftung.de
