Satellitenbild des Arecibo Radio-Observatorium auf Puerto Rico | Copyright: NASAArecibo/ Puerto Rico – Astronomen haben im sogenannten "Electronic-Very Long BaseIine Interferometry (e-VLBI) Network" mächtige Radioteleskope in vier Kontinenten via Glasfaserverbindung zusammengeschaltet. Die dadurch erzeugte Anlage entspräche einer Reflektorschüssel so groß, wie die räumlichen Abstände zwischen den einzelnen Antennen. In einem bildhaften Vergleich entspräche käme der Durchmesser des Reflektors somit annähernd an die Größe unseres Planeten heran.
Zu den bisherigen Anlagen in Nord- und Südamerika, Europa und Afrika, haben die Astronomen jetzt auch noch das berühmte Arecibo-Radioteleskop hinzugeschaltet.
Durch neue Glasfaserkabel ist es den Wissenschaftlern möglich, die Teleskope untereinander zeitlich zu synchronisieren und das Ergebnis in Echtzeit zu betrachten. Bislang war die Methode der Kopplung unterschiedlicher Teleskope aufgrund zu geringer Datenüberragungsraten auf den Datenaustausch via CDs beschränkt.
www.grenzwissenschaft-aktuell.de
Gebündelt werden die Signale in einer Basisstation in den Niederlanden und erreichen eine Auflösung, die zehn mal höher ist, als die des Weltraumteleskops Hubble.
Durch die Echtzeit-Nutzung der gigantischen Anlage, können noch während de Beobachtung nächste Folgebeobachtungen geplant und auch sich schnell verändernde Phänomene – wie beispielsweise Supernovae – direkt beobachtet werden.
Quellen: newscientist.com / grenzwissenschaft-aktuell.de
