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Montag, 24. November 2008

Medizinische Hilfe für den "Wolfsjungen"

Wolfsjunge Pruthviraj Patil | Copyright: fame pictures

New York/ USA - Seit seiner Geburt hat der 11-jährige Pruthviraj Patil extrem verstärkten Körperhaarwuchs, eine Erscheinung die medizinisch als "Hypertrichosis" bezeichnet wird und weitläufig auch als "Werwolfsyndrom" bekannt ist. Jetzt glauben Forscher der Columbia University dem Teenager helfen zu können.

Wie die "New York Times" berichtet, haben die Dermatologen um Angela Christiano eine Testosteron-Therapie entwickelt, die das Haarwachstum eindämmen soll. Bislang glauben zwar die meisten Wissenschaftler, dass das extrem seltene verstärkte Haarwachstum eine genetische und keine hormonelle Ursache hat. Worin diese genetische Veränderung jedoch besteht, ist bislang unbekannt. Besonders die Tatsache, das nahezu alle Eltern von derartigen "Wolfsmenschen" selbst kein abnormes Haarwachstum aufzeigen, lässt die Forscher rätseln.

Tognina Gonsalvus in einem Portrait von Lavinia Fontana | Copyright: Public Domain

Weltweit sind nur rund 50 Fälle des angeborenen Syndroms bekannt. Früher galten sie als Kuriositäten, lebten, wie Petrus und Tongina Gonsalvus (s. Abb.) im 16. Jahrhundert als solche an königlichen Höfen und verdienten später ihren Lebensunterhalt durch den Auftritt in Kuriositätenshows und als so genannte Freaks auf Jahrmärkten des 19. Jahrhunderts.

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Auch der namensgebende Mythos vom Werwolf wird von den meisten Forschern auf Ausschmückungen von Erscheinungsformen von Hypertrichosis zurückgeführt.

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / nypost.com
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