Turritopsis nutricula | Copyright: unbek.Washington/ USA - Turritopsis nutricula, so der Name einer kleinen Medusen- bzw. Quallenart, kennt das Geheimnis ewiger Jugend und ist aufgrund ihres erstaunlichen Lebenszyklus biologisch im wahrsten Sinne des Wortes unsterblich. In Folge dessen nimmt die Zahl der Quallen weltweit zu. Wissenschaftler sprechen schon von einer stillen Invasion.
Die nur vier bis fünf Millimeter kleinen, glockenförmigen Winzlinge und verfügen über bis zu neunzig Tentakel. Für gewöhnlich sterben Medusen unmittelbar nach ihrer Vermehrung ab - nicht so Turritopsis nutricula. Sie entwickeln sich nach der erfolgreichen Fortpflanzung durch Zellveränderung (Transdifferentiation) wieder zu Polypen, einem früheren Entwicklungsstadium der Quallen, zurück, wodurch der biologische Tod umgangen wird und - so vermuten Wissenschaftler - ein unendlicher Zyklus beginnt.
Diese Eigenart der Unsterblichkeit ist im Tierreich bislang einzigartig, hat jedoch zwangsläufig eine Zunahme der Population zur Folge. Wissenschaftler des Smithsonian Tropical Marine Institute (STMI) haben nun einen nahezu explosionsartigen Anstieg der Zahlen in weltweiten Gewässern nachgewiesen und sprechen schon von einer "weltweiten stillen Invasion" der ursprünglich in der Karibik beheimateten unsterblichen Medusen.
Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / stri.org
