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Dienstag, 12. Mai 2009

Höhlenmalereien zeigen Beutellöwen mit Streifen

Höhlenmalerei (o.) und frühere Rekonstruktion des Beutellöwen (Thylacoleonidae) | Copyright: Tom Willing, Peter Murray

Australien - Heute sucht man auf dem australischen Kontinent vergebens nach großen Raubtieren. Vor rund 30.000 Jahren war das noch anders - damals regierte Down Under der Beutellöwe. Bislang kannte die Wissenschaft nur Skelettfunde des Jägers. Eine neu entdeckte Höhlenzeichnung der australischen Ureinwohner zeigt nun, wie der Beutellöwe tatsächlich aussah.

Das bereits im Juni 2008 von dem Naturforscher Tim Willing auf einer Felswand entdeckte Abbild im nordwestlichen Australien wurde von der Anthropologin Kim Akerman eindeutig als Darstellung eines Beutellöwen identifiziert.

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Zu erkennen sind laut Akerman die charakteristische katzenartige Schnauze, lange vordere Gliedmaßen und mächtige, mit Krallen bewehrte Pranken. Hinzu zeigt die Darstellung Streifen auf dem Rücken des Tieres, spitz zulaufende Ohren und einen buschigen Schwanz - Details, wie sie bislang aufgrund der vorliegenden Skelettfunde nicht bekannt waren.

Archiv: Skelett des Beutellöwen | Copyright: Karora/Public Domain

Laut gängiger Lehrmeinung betraten die ersten Menschen den australischen Kontinent vor rund 40.000 Jahren und teilten sich zur damaligen Zeit ihren Lebensraum noch mit dem Löwen. Ihre Auswertung der Felszeichnung haben die Forscher in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift "Antiquity" veröffentlicht.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / nhmag.com
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