Die Cheops-Pyramide auf Gizeh | Copyright: A.Müller, grenzwissenschaft-aktuell.deTrondheim/ Norwegen - Seit Jahrhunderten bemühen sich Wissenschaftler und Forscher darum, hinter das Geheimnis des Baus der Pyramiden zu kommen. Jetzt hat ein Architekt der "Norwegischen Universität für Wissenschaft und Technologie" (NTNU) eine neue Theorie vorgestellt und glaubt, tatsächlich eine Antwort gefunden zu haben.
"Die meisten bisherigen Ansätze versteifen sich auf den Umstand des immensen Gewichts der verbauten Steine und übersehen dabei meist die eigentlichen Hauptprobleme: Wie wussten die Ägypter, wo genau sie die massiven Bausteine zu platzieren hatten und wie gelang es dem Architekten seine präzisen Pläne einer rund 10.000 Mann großer Arbeiterschaft zu vermitteln?", erläutert Ole J. Bryn seinen Ansatz angesichts der Großen Pyramide (Cheops) in Gizeh.
Die Cheopspyramide ist 146,6 Meter hoch besteht aus rund 2.3 Millionen (!) präzise bearbeiteten Kalksteinblöcken mit einem Gesamtgewicht von nahezu sieben Millionen Tonnen und hielt mit diesen Ausmaßen rund 4000 Jahre lang den Rekord als größte von Menschen geschaffene Struktur.
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Bryn glaubt, dass die Ägypter schon damals ein modernes Flächenrastersystem erfanden, mit dem die Aufmaße des zu erstellenden Gebäudes von der tatsächlichen physischen Struktur getrennt werden konnten und dies dabei zugleich die sogenannte Toleranz ermöglichte, also eine (geringe) Abweichung vom geplanten Endzustand, wie sie in der heutigen Architektur und Ingenieurstechnologie angewendet wird, ermöglichte.
Bryns Aufmaß der Cheops-Pyramide | Copyright: Ole J. Bryn / NTNUGrundlage von Bryns Theorie sind Aufmaßpläne von 30 der ältesten ägyptischen Pyramiden anhand derer der Architekt ein Präzisionssystem entdeckt haben will, welches es den antiken Baumeistern ermöglichte, auch die Spitze der Pyramiden mit höchster Präzision zu erreichen. Bryns System ermöglicht nun die Erstellung moderner Projektdokumentationen nicht nur von einer, sondern sämtlicher Pyramiden aller bekannten Pyramiden-Epochen.
Wichtig für die Erstellung der Pläne ist das Wissen um die Hauptdimensionen der Pyramide, mit deren Hilfe es dann möglich ist, das Bauwerk nach modernen Planungs- jedoch mit historischen Baumethoden und Maßen zu planen.
Bryne hat seine Studie im Fachjournal "Nordic Journal of Architectural Research" veröffentlicht. Sollte seine Theorie bestätigt werden, gäbe sie Archäologen eine neue "Karte" zur Hand, mit der sich aufzeigen ließe, dass die Pyramiden keine "Ansammlung schwerer Blöcke ohne grundlegende Planungsstruktur sind, sondern stattdessen höchst präzise geplante und ausgeführte Strukturen darstellen", so Bryn.
- Weiterführenden ausführliche Erläuterungen, Aufmaße und Grafiken zu Bryns Theorie finden Sie HIER
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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / ntnu.edu
