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Mittwoch, 15. Oktober 2014

VIDEO: Angebliche NASA-Aufnahmen des Black-Knight-Satelliten erklärt


Was für ein Objekt zeigen diese NASA-Aufnahmen von 1998? | Copyright: NASA

Washington (USA) - Eine der berühmtesten Techno-Mythen rankt sich um ein angeblich künstlich-technisches Objekt, einen Satelliten, dessen Signale schon von Nikola Tesla aufgefangen worden sein sollen und der, glaubt man einigen Legenden, die Erde schon seit faßt 13.000 Jahren auf einer polaren Umlaufbahn umkreisen soll. Einige Autoren wollen Aufnahmen dieses Satelliten sogar schon auf offiziellen NASA-Fotos entdeckt haben. Während die Mythen rund um den "Schwarzen Ritter" vielfältig sind, glaubt ein südamerikanischer UFO-Forscher nun, eine rationale Erklärung zumindest für die vieldiskutierten NASA-Fotos gefunden zu haben.

Erstmals öffentlich diskutiert wurde die Existenz eines solchen vermeintlich außerirdischen Satelliten 1954 in einigen US-Zeitungen. Diese Meldungen basierten auf den Aussagen des einstigen Flottenmajors und UFO-Forscher Donald Keyhoe, der damals erklärte, die US Air Force habe zwei Satelliten entdeckt, die die Erde umkreisten. Da zu dieser Zeit jedoch offiziell noch keine menschlichen Satelliten im All waren, lag eine außerirdische Herkunft offenbar auf der Hand.


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Seine Bezeichnung erhielt der mysteriöse Satellit – einige Autoren vermuten gar eine ganze Flotte schwarzer Satelliten - im Februar 1960, als weitere Berichte über die Entdeckung eines Objekts durch die US Navy bekannt wurden. Das taumelnde Objekt sollte demnach 79° vom Äquator entfernt die Erde einmal in 104,5 Minuten umkreisen. Seine Umlaufbahn, so die Berichte, sei stark elliptisch und führe den Satelliten mit 1,728 Kilometern an seinem von der Erde weit entferntesten Punkt vorbei - bringe ihn aber an seinem erdnächsten Punkt auf nur 216 Kilometer an die Erde heran. Während Kritiker der Black-Knight-Theorie davon ausgehen, dass es sich bei diesem Objekt um Trümmer des Satellitenstarts von Discovery VIII handelt, und auf dessen ähnliche Umlaufbahn verweisen, stützen andere Autoren die Theorie eines die Erde schon seit Jahrtausenden umkreisenden künstlichen Satelliten auch auf diesen Ortungen der US Navy.

1973 veröffentlichte dann der schottische Autor Duncan Lunan Daten eines norwegischen Radioastronomen, der Signale des dunklen Satelliten empfangen haben will. Anhand dieser Daten glaubte Lunan, dass es sich um einen Sternenkarte handele, die einen Weg in das Doppelsternsystem Epsilon Boötis weise und die von einem 12.600 Jahre alten Objekt gesendet würden, das die Erde auf einem der sog. Lagrange-Punkte seither begleite. Später erklärte Lunan, dass seine Analyse auf falschen Daten beruhen würde und zog seine Interpretation zurück.


1998 bekam die Theorie um "Black Knight" dann erneut Nahrung, als Forscher auf mehreren Aufnahmen der Space-Shuttle-Mission STS-88 zur Internationalen Raumstation (ISS) ein dunklen unförmiges Objekt entdeckten (s.Abb.).


In die Erklärung, dass es sich zumindest bei diesen Aufnahmen jedoch lediglich um Teile eine Isolierungsmatte der ISS handelt, die bei einem Außeneinsatz entfernt und ausgetauscht wurden und danach durchs All trieben, stimmen nun auch die Autoren des Youtube-Kanals "UFOVNI" ein. Durch den Nachbau dieser Elemente und durch 3D-Animationen, sowie durch ein NASA-Video, das den Austausch dieser Elemente zeigt, belegen sie die offensichtlichen Ähnlichkeiten dieser Elemente zu dem Objekt auf den NASA-Fotos von STS-88. Zugleich erklären sie allerdings, für andere merkwürdige Aufnahmen, die den "Schwarzen Ritter" zeigen könnten, keine Erklärung zu haben.



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Freitag, 26. September 2014

VIDEO: Wie schnell Google Street View aus einem Vogel angebliche UFOs macht

Ist es ein Flugzeug, ist es ein Vogel oder ein Raumschiff? | Quelle: Google Maps / Street View

Sacramento (USA) - Die US-Internetseite "ThirdPhaseOfMoon.net" sorgt immer wieder durch angebliche UFO-Beweisvideos für kontroverse Diskussionen, ist aber mittlerweile dafür bekannt, es mit der eigenen Überprüfung und Recherche dieser Video nicht wirklich ernst zu nehmen und steht auch in dem Ruf, selbst dann Videos als "möglicherweise echte UFO-Beweise" zu veröffentlichen, wenn bekannt ist, dass es sich um Fälschungen oder Fehldeutungen handelt. Auch ein aktuell verteilter Webfund angeblicher UFOs auf dem Online Kartendienst Google Maps / Street View, macht hier keine Ausnahme. "grenzwissenschaft-aktuell.de" zeigt, um was es sich bei dem Objekt auf der Aufnahmen tatsächlich handelt.

Unter dem Titel "WOW!! Over 4 UFO Sightings Broad Daylight UFOs Over Sacramento! 2014" und mit der für die Seite charakteristischen Dramaturgie in Hintergrundmusik und Stimmlage des Kommentators, führt das Video den Betrachter mittels Street View in die Straßen von Sacramento im US-Bundesstaat Kalifornien. Hier sollen Aufnahmen vom Himmel über einer Siedlung zwei große unbekannte Flugobjekt und im Hintergrund zwei weitere kleinere Objekte zeigen.


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Tatsächlich zeigt schon das unbearbeitete Bild dem geübten Beobachter, um was es sich hierbei in Wirklichkeit handelt. Mit wenigen Klicks ist dann das der Bildausschnitt auch so bearbeitet, dass die Verzerrungen, die durch die zusammengefügten Mosaikaufnahmen von Google Street View entstehen, so gut wie ausgeglichen sind.



In nur wenigen Augenblicken wird aus dem vermeintlichen UFO ein Vogel. | Quelle: Google Maps Street View, (Bearb. grewi.de)

Spätestens jetzt sollte jeder Betrachter erkennen, dass es sich um einen bzw. zwei Vögel handelt der – von unten betrachtet – im Moment der Aufnahme über das Google-Kamerafahrzeug hinweggeflogen ist. Deutlich zu erkennen sind die Schwanzfedern, der gelbe Rumpf, die beim Flug eingewinkelten Füße, die gerade angewinkelten dunklen Flügel, der ebenfalls dunklere Kopf und sogar Auge und Schnabel.


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Somit erklärt sich auch der von den Videomachern mystifizierte Umstand, warum das "Objekt" auf anderen Ansichten des fraglichen Himmelsauschnitts, die jedoch von einer anderen Position und somit früher oder später aufgenommen wurden, nicht mehr zu sehen ist.

Um was es sich bei den anderen beiden, kleinen Objekten handelt, die im Video ebenfalls herausgearbeitet werden, ist aufgrund der Aufnahme schlicht und einfach nicht zu sagen.


Wie in nahezu allen ThirdPhaseOfMoon-Videos, so endet auch dieses mit dem sich aus der Verantwortung windenden Kommentar: "Schauen und entscheiden Sie selbst, um was es sich handelt."


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Quelle: google.com/maps, thirdphaseofmoon.net

Freitag, 10. Januar 2014

UFO-Alarm in Bremen: Die Wahrheit ist immer noch dort draußen


Grafische Rekonstruktion der UFO-Suche über Bremen (Illu.). | Copyright: grewi.de

Leipzig/Saarbrücken (Deutschland) - Kaum eine UFO-Sichtung der vergangenen Jahre hat in Deutschland für derart viel Aufsehen gesorgt wie die Sichtung eines seltsamen Objektes am Abend des 6. Januar über dem Flughafen Bremen und Umgebung (...wir berichteten). Auf Grund der zahlreichen unterschiedlichen Zeugenaussagen und sich teilweise widersprechenden Meldungen in den Medien hat grenzwissenschaft-aktuell.de (GreWi) gemeinsam mit Exopolitik.org recherchiert und die zuständigen Behörden und Institutionen selbst direkt kontaktiert, um so ein möglichst klares Bild der Vorfälle zu rekonstruieren (wo wir aus anderen Quellen zitieren, wird gesondert darauf hingewiesen). Bei diesen gemeinsamen Recherchen stießen der Robert Fleischer von Exopolitik und GreWi-Herausgeber Andreas Müller auf Ungereimtheiten und bislang unbekannte Details. Es stellt sich heraus: Offensichtlich wurde doch etwas auf dem Radar gesehen - und die Suche des Polizeihubschraubers verlief wohl nicht ganz so ergebnislos wie von der Polizei dargestellt.

Von Robert Fleischer (exopolitik.org) und Andreas Müller (grenzwissenschaft-aktuell.de)

18:09 Uhr
Der Fluglotse im Kontrolltower des Flughafens Bremen bemerkt ein seltsames Signal auf seinem Primärradar - es verweist auf ein Objekt, das sich 3 nautische Meilen (rund 5,5 km) südlich der Landebahn aufhält. Daraufhin sichtet der Fluglotse das Objekt auch visuell ohne Fernglas vom Tower aus. Es scheint ganz normale rote und grüne Positionsleuchten sowie auf jeder Seite ein Landelicht zu haben. Da sich das Objekt in der Nähe der Anflugzone des Flughafens befindet, wird die aus München kommende Lufthansa-Maschine LH2114, deren Ankunft für 18:25 geplant ist, zunächst gebeten, den Landevorgang abzubrechen und durchzustarten. "Der Pilot hat uns gesagt, dass wir uns auf Kollisionskurs mit einem Hubschrauber befinden, der unbeleuchtet und unterhalb des Radars fliegt", erinnert sich einer der Passagiere an Bord von Flug LH 2114 im Interview mit dem Weser Kurier. (Quelle: Weser Kurier)


Zwei Mal muss die Maschine durchstarten, dann beschließt die Flugsicherung, sie nach Hannover umzuleiten. Aus Sicherheitsgründen wird der Luftverkehr für 15 Minuten eingestellt. Der Fluglotse im Kontrolltower beobachtet das Objekt noch mehrere Minuten lang, wie es sich vom Endanflugbereich des Flughafens 3,5 nautische Meilen südlich der Weser Richtung Osten bewegt, offenbar entlang der Eisenbahnstrecke oder der Weser, und sich dann allmählich Richtung Nord-Nordost zurückzieht. Dann verliert er es aus den Augen. (Quelle: Anja Naumann, Pressesprecherin Flugsicherung Bremen)

18:30 Uhr
Der Fluglotse hat wieder Sichtkontakt zum Flugobjekt. Jetzt befindet es sich über dem Klinikum Bremen-Mitte. Da er befürchtet, dass das Objekt zurückkehren könnte, benachrichtigt der Fluglotse die Polizei. (Quelle: Anja Naumann, DFS Bremen)


Diese nimmt umgehend die Spur auf, alarmiert die im Einsatz befindlichen Streifenwagen. Etwa zu dieser Zeit sichten Polizeibeamte einer Funkstreife im Bereich des Doms bzw. des Weserstadions ein seltsames Flugobjekt. Sie beschreiben es als "sehr hell", etwa von der Größe eines Hubschraubers, die Flughöhe schätzen sie auf etwa 300-400 Meter.


Die Beamten vermuten, dass das Objekt dabei ist, zum Flughafen zurück zu kehren und benachrichtigen die Flugsicherung, woraufhin diese den für 18:55 Uhr geplanten Start der Maschine LH 359 nach Frankfurt/Main streicht. (Quelle: Polizei Bremen) Später stellt sich die vermeintliche Rückkehr des Flugobjekts zum Flughafen als Irrtum heraus.

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ca. 19:00 Uhr
Die Bremer Polizei bittet die Hubschrauberstaffel in Niedersachsen um Unterstützung bei der Suche nach dem Unidentifizierten Flugobjekt.


19:20 Uhr
Eine Polizeistreife bekommt laut Pressesprecher der Polizei Bremen "Sichtkontakt zu einem unbekannten Flugobjekt im Bereich des Werdersees (auf der Neustadtseite/Parzellengebiet)".


ca. 19:30 Uhr
Der Polizeihubschrauber aus Niedersachsen ist vor Ort und unterstützt die Bremer Beamten bei der Suche nach dem Flugobjekt, der laut Pressemeldung der Polizei "aber nicht fündig wurde". Gegenüber der Nordwest-Zeitung erklärt der Pilot des Polizeihubschraubers, Alexander Pfirrmann jedoch später: "Wir haben etwas gesehen, waren uns aber nicht sicher, was es ist". (Quelle: Nordwest-Zeitung) Der Hubschrauber sei sehr gut mit Nachtsichtbrillen und Wärmebildgerät ausgerüstet, "aber über der Innenstadt war sehr viel Licht und wir hatten keinerlei Höhen-Informationen." (Quelle: Nordwest-Zeitung)


20:51 Uhr
Der Polizeihubschrauber meldet an die Flugsicherung die Sichtung eines "unbeleuchteten Flugobjektes". Daraufhin weisen die Fluglotsen im Kontrolltower die Air France Maschine AF1724 aus Paris an, die sich gerade im Endanflug auf den Flughafen befindet, die Landung abzubrechen und durchzustarten. Später wird das Flugzeug wohlbehalten in Bremen landen. (Quelle: Anja Naumann, DFS Bremen)


20:55 Uhr
Die Suche des Polizeihubschraubers wird eingestellt. Unterdessen hat das Objekt eine beachtliche Strecke zurückgelegt. Zusammenfassend, so Polizei-Pressesprecherin Franka Haedke, könne die Flugroute wie folgt beschrieben werden: "Aus Richtung Innenstadt über die Weser Richtung Weserstadion, drehte in Höhe Erdbeerbrücke in Richtung Süden, zurück über die Neustadt in Richtung Innenstadt, dann wieder gleiche Route zurück, drehte erneut und verschwand über der Neustadt in den Wolken."


Das Objekt sei manchmal erleuchtet gewesen, manchmal nicht. Es habe nicht immer Sichtkontakt bestanden.

7. Januar 2013, 2:42 Uhr
Mitten in der Nacht erhält die UFO-Datenbank (www.ufo-datenbank.de) offenbar direkt von einem Mitarbeiter des Bremer Flughafens einen Sichtungsbericht über den Vorfall (Sichtungsnummer 2877). Inhalt: Mehr als 10 Zeugen hätten im Zeitraum von 18:30 Uhr bis 21:30 Uhr ein UFO beobachtet: "Unbekanntes Flugobjekt auf dem Radar. Zeitweise Sperrung des Luftraums. Flüge mussten umgeleitet werden. Ein Helikopter suchte den Himmel über Bremen ab."


Als Kontakt-Telefonnummer ist die Einwahlnummer des Bremer Flughafens angegeben. Der Name des Melders ist unbekannt.

Radarkontakt oder nicht?
Da das kurzzeitige Aufblitzen auf dem Radarschirm nur bei zwei Radarumläufen sichtbar war, kann man nach Aussage des Chefpressesprechers der Deutschen Flugsicherung, Axel Raab, "nicht von einem 'radar contact' sprechen". "Das Objekt wurde nach unseren Maßstäben als solches also nicht auf dem Radar geortet". Um was es sich bei diesem Aufblitzen tatsächlich handelte, könne nicht mehr nachvollzogen werden.



Das Gebäude der Deutschen Flugsicherung (DFS) in Bremen. | Copyright: gemeinfrei (Garitzko)

Bei der Beurteilung eines möglichen Radarkontaktes ist natürlich Vorsicht geboten. Für uns stellen sich darum folgende Fragen:

War das Signal auf dem Radarschirm tatsächlich so unbedeutend, dass es dem visuell gesichteten Objekt nicht zugeordnet werden konnte? Immerhin wurde der Fluglotse erst durch dieses Signal auf das UFO aufmerksam, das er zudem offenbar genau an der Stelle beobachtete, wo das Radarsignal es vermuten ließ – im Endanflugsbereich des Flughafens.

Zudem ist in der UFO-Meldung an die UFO-Datenbank, die offenbar von einem Angestellten des Flughafens stammt, eindeutig von Radarkontakt die Rede. Blitzte das Objekt vielleicht doch länger auf als nur zwei Radarumläufe?

Um überhaupt vom Radar erfasst zu werden, hätte das Objekt eine gewisse Größe haben müssen. "Einige Quadratmeter Fläche sollten es schon sein", erklärt Axel Raab von der DFS. So könne ein Kleinflugzeug, etwa vom Typ Cessna, in der Regel gut auf dem Radar dargestellt werden, Segelflugzeuge eher nicht. Modellflugzeuge seien meist zu klein, um ein Echo abzugeben.

Flog das Objekt also unterhalb der vom Flughafenradar erfassten Höhe? "Je näher an der Antenne, desto tiefer kann es fliegen, um noch angezeigt zu werden", so Raab, "am Flughafen selbst sieht man die Maschinen meist bis zum Boden". Dass das gesichtete Objekt dennoch nur kurz auf dem Schirm aufflackerte, ist auch Anja Naumann von der DFS in Bremen ein Rätsel: "Normalerweise müsste ein solches Objekt über dem Flughafen auf dem Radar sichtbar sein", räumt sie ein. Gegenüber der dpa wurde sie etwas deutlicher: "Entweder war es zu klein oder - was ich jetzt nicht unterstellen möchte - es wurde aktiv unterdrückt".

Was genau beobachtete die Besatzung des Polizeihubschraubers?
Entgegen der Pressemeldung der Polizei hat die Hubschrauberbesatzung offenbar doch etwas Verdächtiges beobachtet. Dafür spricht nicht nur die Aussage des Piloten gegenüber der Nordwest-Zeitung, sondern auch die der DFS-Pressesprecherin Anja Naumann. Laut ihrer Auskunft habe die Besatzung die Sichtung eines "unbeleuchteten Objektes" gemeldet, woraufhin sich die Flugsicherung immerhin genötigt sah, die Landung einer hereinkommenden Maschine abzubrechen. Handelt es sich hier um nichts als einen harmlosen Irrtum?


Wir kontaktierten Bremens Polizei-Pressesprecher Nils Matthiesen, wollten von ihm wissen: Wie genau hat die Hubschrauberbesatzung das Objekt beschrieben? Matthiesen: "Dazu äußern wir uns nicht, das ist Gegenstand laufender Ermittlungen´in einem Strafverfahren." Wir hakten nach: Warum steht in der Polizei-Pressemeldung geschrieben, dass der Hubschrauber nicht fündig wurde, obwohl die Pressesprecherin der Flugsicherung sagt, die Besatzung habe ein "unbeleuchtetes Objekt" gesichtet und an den Tower gemeldet? Matthiesen: "Was und ob die was gesehen haben, dazu äußern wir uns nicht."

Inzwischen liegen der Bremer Polizei 40 Hinweise von Zeugen aus der Bevölkerung vor, die das UFO gesehen und teilweise auch gehört haben wollen. "Wir konzentrieren uns besonders auf einen der Hinweise", so Polizeisprecher Siemering gegenüber dem Weser Kurier. Welche Spur die Polizei konkret verfolgt, wollte man uns auf Anfrage auch nicht mitteilen - aus "ermittlungstaktischen Gründen".


WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA
Tower und Polizisten sichten UFO über Flughafen Bremen -Objekt wurde jedoch NICHT vom Radar erfasst 7. Januar 2014

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Donnerstag, 24. Oktober 2013

Solarturmanlagen zaubern Lichterscheinungen an die Himmel


Mysteriöses Lichterspiel auf einem Urlaubsfoto? | Copyright/Quelle: Simon H. / grenzwissenschaft-aktuell.de

Saarbrücken (Deutschland) - Mitte September erreichte die Grewi-Redaktion eine Lesermail, in der uns Simon H. auf eine Foto aufmerksam machte, dass er gemeinsam mit seinem Vater aus dem Auto heraus in Spanien machte und ein zunächst tatsächlich merkwürdiges Phänomen am Himmel über der A4/E5 zwischen Carmona und Écija auch von Aug' aus beobachten konnten. Unsere Recherche ergab, dass es für das Phänomen jedoch eine gewöhnliche Erklärung gibt und es in ähnlicher Form wohl auch in Deutschland beobachtet werden kann.

Wichtig für eine erste Analyse und Bewertung der Aufnahme war, dass der Zeuge erklärt hatte, dass die kreuzenden Lichtmuster nicht nur erst später auf dem Foto, sondern bereits während der Fahrt mit bloßem Auge mehre Minuten lang beobachtet werden konnten - es sich also nicht um einen wie auch immer entstandenen Kameraeffekt handelte und sich zwischen Kamera und Landschaft auch keine Scheiben oder Sonnenschutzfolien befanden, als das Foto gemacht wurde.


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Kontrastverstärkte Version des obigen Fotos. | Copyright/Quelle: Simon H. / grenzwissenschaft-aktuell.de


 Detailvergrößerung. | Copyright/Quelle: Simon H. / grenzwissenschaft-aktuell.de

Auf den ersten Blick deutlich wurde der Umstand, dass das Lichtmuster einen sogenannten Moiré-Effekt aufweist. Dieser entsteht, wenn sich zwei - oder mehrere - entgegengesetzt zueinander ausgerichtete Raster überlagern. Beim Abfotografieren von gerasterten Bildern oder eines Bildschirms treten solche Effekte besonders häufig auf.


Irgendwo mussten sich also entsprechende Lichtreflexionen in großer Menge kreuzen. Ein Blick auf das Satellitenbild via "Google Maps" (s.f. Karte) erbrachte dann auch schnell und sehr anschaulich die Antwort auf das zunächst rätselhafte Foto: Es handelt sich um die von unzähligen Spiegeln reflektierten und auf einen zentralen Solarturm gelenkten Sonnenlichtreflexionen der beeindruckenden Solarturmkraftwerksanlage "Gemasolar", die entlang der beschriebenen Route liegt. Dessen mächtiger Solarturm und die großen Spiegel am Boden sind auf dem Foto sogar deutlich zu sehen.



Größere Kartenansicht



Luftbild der Gemasolar-Anlage. | Copyright: Torresol Energy, Free Art License

Die hier kreisförmig um den Solarturm angeordneten Spiegel bilden selbst schon ein sonnenblumenartiges Moiré am Boden und projizieren durch ihre Reflexion ein vergleichbares Muster an den Himmel.


Selbst auf der deutschen Wikipedia-Seite über Sonnenwärmekraftwerke findet sich ein Bild von "Gemasolar in Betrieb", das den Effekt zeigt. Je nachdem, wo sich der Betrachter befindet, scheinen sich die Lichtstrahlen zu kreuzen und bilden so komplexe Moiré-Effekte, wie auf unserem Leser-Foto.


Gemasolar in Betrieb. | Copyright: Ion Tichy, CC-by-SA 3.0, via Wikimedia Commons



 Ein weiteres "Lichtspiel" einer Solartumanlagen, hier am Beispiel des ersten Solarturmkraftwerk der Welt, der Anlage "PS10" nahe Sevilla in Spanien. | Copyright: SOLUCAR PS10, CC-by-SA 2.0



Auch in Deutschland können bei günstigen Bedingungen derartige Effekte beobachtet werden. Eine vergleichbare Solarturmanlage befindet sich nahe Jülich in Nordrhein-Westfalen. Hier haben erst kürzlich Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) auf dem Turm des Solarkraftwerks in Jülich eine neue Receiver-Testanlage in Betrieb genommen. In der Anlage reflektieren mehr als 2000 Spiegel das einfallende Sonnenlicht und fokussieren es auf einen Receiver am Turm. Dort wird die Sonnenstrahlung in Wärme umgewandelt.



 Luftbild des Solarkraftwerks in Jülich. | Copyright: DLR.de

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Dienstag, 10. September 2013

Zeigen Curiosity-Aufnahmen ein UFO am Marshimmel?

 
Aufnahme der Curiosity-Kamera FHAZ_RIGHT_B vom 2013-09-07 16:08:18 UTC mit Ausschnittsvergrößerung. | Copyright/Quelle: NASA/JPL-Caltech

Washington (USA) - Wieder einmal sorgt eine Aufnahme der mobilen Laboreinheit "Curiosity" der aktuellen NASA-Marsmission "Mars Science Laboratory" (MSL) für kontroverse Diskussionen gerade im einschlägigen Internet - soll darauf doch ein unbekanntes Flugobjekt am Marshimmel zu sehen sein. Die GreWi-Redaktion hat die Aufnahme untersucht und kommt zu einer etwas anderen Einschätzung.

Verbreitet wurde das Curiosity-Foto mit dem angeblich UFO-Detail vornehmlich durch die Internetseite "ufosightingsdaily.com". Hier heißt es zu der Aufnahme:

"Eine wirklich unglaubliche Entdeckung. Diese Aufnahme wurde uns per E-Mail von einem unserer Leser zugestellt, der sie entdeckt hat. Tatsächlich ist (das Detail) so klein, dass die meisten Menschen es wohl eher übersehen würden. Wir haben das Foto aber achtfach vergrößert und Folgendes entdeckt: Bei den dunklen Teilen des Schiffs scheint es sich um Fenster zu handeln. Fallen Ihnen die beiden Höcker und die Unterseite der schwarzen Windschutzscheiben auf? (...) Wir sind wirklich freudig überrascht, von diesem seltenen Curiosity-Foto."

Auch die Untertitel der von "ufosightingsdaily.com" veröffentlichten Ausschnittsvergrößerungen lassen an dem, was man hier in dem Detail zu erkennen glaubt keinen Zweifel. | Quelle: ufosightingsdaily.com

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Tatsächlich findet sich dieses Bild mitsamt des vergrößerten Details am Marshimmel so auch im offiziellen Bildarchiv auf der NASA-Internetseite der MSL-Mission. Aufgenommen wurde das Bild demnach am 7. September 2013 (16:08:18 UTC) Erdzeit, also am 387. Tag (Sol) der MSL-Mission auf dem Mars. Aufgenommen wurde das Bild von der sogenannten "Front Haze Cam Right B" (FHAZ_RIGHT_B)

Was die Kollegen von "ufosightingsdaily.com" jedoch offenbar versäumt haben, ist eine Überprüfung der anderen bzw. vorigen Aufnahmen dieser Kamera (FHAZ_RIGHT_B ...nicht zu verwechseln mit dem baugleichen "linken" Gegenstück FHAZ_LEFT_B). Macht man sich diese Mühe, so stellt man schnell fest, dass das Bilddetail gar nicht so selten ist, wie es zunächst behauptet wurde. Hier ist das Objekt an gleicher Stelle - wenn auch vermeintlich vom Arm des Rovers verdeckt - zunächst auch auf einer Aufnahme zu sehen, die am selben Sol, jedoch einige Stunden zuvor (2013-09-07 23:47:55 UTC) gemacht wurde.



Original und Detailvergrößerung der Aufnahmen der FHAZ_RIGHT_B am 2013-09-07 23:47:55 UTC. | Copyright/Quelle: NASA/JPL-Caltech

Der Umstand, dass das Objekt nun vermeintlich von dem Arm des Rovers verdeckt wird, scheint zunächst die Vorstellung von einem wirklichen Objekt am Marshimmel zu bestätigen. Allerdings geht aus dem Bild gar nicht hervor, ob das Objekt von dem Arm verdeckt wird oder ob es selbst nur größtenteils eher transparent ist und damit sozusagen seine fehlende linke Seite von dem dunklen Ausleger nur "überblendet" wird.


Dass es sich hier in Wirklichkeit aber nicht um ein UFO am Marshimmel, sondern um eine Verunreinigung auf der Kamera oder auch einen Pixelfehler handelt, wird sehr schnell deutlich, wenn man sich die Aufnahmen der "FHAZ_RIGHT_B"-Kamera im Archiv der Seite rückwirkend ansieht. Dabei stellt man schnell fest, dass das "UFO" auf allen früheren Aufnahmen an exakt der gleichen Stelle zu sehen ist. Bei unseren Recherchen konnten wir den "Bildfehler" sogar bis zum ersten Bild der FHAZ_RIGHT_B am 227. Missionstag zurückverfolgen...


 
Das Archiv ist über den Regler (s.Pfeil) chronologisch abrufbar.

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Quelle: NASA, ufosightingsdaily.com

Mittwoch, 9. Februar 2011

Kontroverse um neue Videos: UFOs über dem Felsendom in Jerusalem?

Standbild aus dem vierten Video | Copyright/Quelle: Youtube.com

Jerusalem/ Israel - Am 28. Januar 2011 wurde auf der Online-Videoplattform Youtube ein Video veröffentlicht, auf welchem ein ungewöhnliches, leuchtendes Flugobjekt vom Himmel herab bis auf wenige Meter über den weltbekannten Felsendom herabfliegt, um dann kurz nach einem Aufblitzen wieder in den Himmel zu schießen, wo weitere unidentifizierte Lichter zu warten scheinen. Es folgten weitere Videos desselben Ereignisses, die angeblich von weiteren, vom ersten Video unabhängigen Zeugen erstellt wurden. Seither sorgt diese "Film-Reihe" für heftige Diskussionen zwischen UFO-Forschern und -Skeptikern. Aufgrund zahlreicher Leseranfragen zur Position von "grenzwissenschaft-aktuell.de" zu den Videos, haben wir im Folgenden eine Zusammenfassung der Ereignisse und Positionen erarbeitet.

Zu seinem am 28. Januar 2011 veröffentlichten Video schreibt der Autor, der auf Youtube als "eligael" auftritt: "Heute Morgen gegen 1:00 Uhr habe ich von der Promenade von Armon Hantziv in Jerusalem, gemeinsam mit einem anderen Typen, ein erstaunliches UFO über der Altstadt von Jerusalem, dem Felsendom auf dem Tempelberg beobachtet. Was könnte diese Sichtung bedeuten?????????"

Video 1

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Manipulationsbeweis in Video 1

Während das Video von vielen Betrachtern bestaunt und als authentisch gefeiert wurde, fanden sich schnell Details, die seine Authentizität in Frage stellen: So bewegen sich Linien in der Landschaft, beispielsweise die der Mauer im Vordergrund offenbar nicht synchron etwa zum Horizont. Hinzu wird bei einer kurzen Kamerabewegung eine Spiegelung des Landschaftsmerkmale bzw. der Lichter im Hintergrund zu erkennen, wie sie nicht Teil einer natürlichen Landschaft sein kann (s. Abb.). Stattdessen handelt es sich bei beiden Merkmalen offenbar viel mehr um Hinweise auf eine Computermanipulation der Aufnahmen.

Analyse 1

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Analyse 2


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Zwei Tage später erschien dann ein zweites Video auf Youtube, bei dem es sich um das Video des zweiten Zeugen handeln soll, der schon im ersten Video beim Filmen der Szenerie mit seinem Mobiltelefon zu sehen ist. Tatsächlich zeigen beide Videos identische Vorgänge und können sogar miteinander zeitlich synchronisiert werden.

Video 2

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Synchronisation von Video 1 und Video 2

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Während die Diskussion um die Authentizität der beiden ersten Videos gerade in Online-Plattformen immer mehr an Fahrt gewann, wurde auf Youtube dann auch schon ein drittes Video veröffentlicht:

Video 3

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Angesichts dieses dritten Videos stimmen gestehen mittlerweile selbst UFO-Fans ein, dass es sich um eine - sogar plumpe - Fälschung handelt, bei welcher ein Panoramafoto der Altstadt von Jerusalem, wie es sogar auf Wikipedia zu finden ist, von einem Bildschirm verwackelt abgefilmt, das vermeintliche UFO hinzugefügt und mit einem fremden Soundtrack unterlegt wurde. Ein Vergleich der Aufnahme des dritten Videos mit einer aufgehellten Version des Wikipedia-Fotos ist eindeutig (s. f. Abb.): Auffallend auch: Es fehlt in diesem dritten Video der Lichtblitz des startenden Objekts.

Aufgehellte Panorama-Aufnahme des Felsendoms auf Wikipedia

Ebenfalls an den bisherigen Videos kritisiert wurde der Umstand, dass das doch hell leuchtende "UFO" keinen Widerschein auf der mit Gold besetzten Kuppel des Felsendoms erzeugt.

Diesen "Makel" beseitigte dann ein viertes Video vom 1. Februar 2011, welches die angeblichen Ereignisse in bislang bester Qualität zeigt und deutlich mehr Details erkennen lässt. Hier stimmt die Reflexion des UFO-Lichts auf der Kuppel des Felsendoms sogar mit der leichten Seitwärtsbewegung des UFOs und dessen plötzlichen Start nach oben überein. Zudem scheint der Starblitz das gesamte Areal rund um den Sakralbau auf dem Tempelberg zu erhellen. Auch dieses Video zeigt schlussendlich die vermeintlich wartenden roten Lichter am Nachthimmel.

Video 4

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Standbilder aus dem Video | Copyright/Quelle: youtube.com/user/YDMU1

Laut dem Videoautor "YDMU1" ist es Teil eines längeren Videos einer Gruppe von Jugendlichen, die zufällig Zeugen der Ereignisse wurden. Der Youtube-Account von "YDMU1" wurde interessanterweise erst am 30. Januar erstmals eröffnet - auch dies sehen einige Beobachter kritisch.

Das vollständige Video zu Video 4

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Kritiker haben sich natürlich auch diesem Video angenommen und glauben, in der Tatsache, dass sich bei Heranzoomen keine für diesen Vorgang charakteristischen Zoom-Effekte einstellen, einen Hinweis auf eine nachträgliche Manipulation der Aufnahmen zu erkennen. Mit einem Demo-Video wird zudem belegt, wie eine solche Manipulation mit heute gängigen Programmen relativ schnell und einfach möglich wäre.

Analyse von Video 4

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Im Gegensatz zu Video 3 stimmt nun jedoch Video 4 mit den auf den Videos 1 und 2 zu sehenden Vorgängen bis hin zu den roten Lichtern am Himmel überein und lässt sich ebenfalls mit diesen beiden Videos zeitlich synchronisieren.

Synchronisation der Videos 1, 2 und 4

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So eindrücklich Video Nummer vier auch sein mag, sollte es sich auf die ersten beiden Videos beziehen, deren Authentizität mehr als fraglich ist, dürften diese Zweifel auch bezüglich Video 4 und somit auch angesichts der Gesamtsituation angebracht sein. Trotz des großen Interesses an den Jerusalem-Videos geht so auch dieses Youtube-Werk in der Masse von UFO-Filmen anonymer Herkunft unter, die mehr Zweifel an ihrer Authentizität erzeugen, als sie Licht in das Phänomen UFO bringen können.

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / youtube.com

Sonntag, 6. Februar 2011

UFO-Forscher erklären Freiberger UFO-Sichtung

Standbilder aus dem Zeugenvideo zum Sichtungsfall Freiberg | Copyright/Quelle: M.K. (Sichtungszeuge), ufo-datenbank.de

Freiberg/ Deutschland - Am 29 Januar 2011 erhielt die UFO-Datenbank eine Sichtungsmeldung über ein unbekanntes Flugobjekt, das am Tag zuvor gegen 22.45 Uhr über Freiberg in Sachsen beobachtet wurde und in der Folge für einiges Medieninteresse sorgte. Nach eingehenden Untersuchungen und Recherchen konnten die UFO-Forscher die vermeintliche UFO-Sichtung nun aufklären.

Den Fall wurde von den Ermittlern von "ufo-datenbank.de" wie folgt dokumentiert:
"Am 28.01.2011 gegen 22.45 Uhr sahen zwei Zeugen ein rötliches Licht, welches sich nicht bewegte. Es wurde mit einem Feuerball verglichen. Dieses Objekt schwebte für ca. 3 Minuten am Himmel. Dann wurde mit der Displaybeleuchtung des Handys auf das Objekt gewunken. Man wollte sehen, ob dies reagiert. Es reagierte und das Licht des Objekts wurde kleiner. Es setzte sich langsam in Bewegung. Aus der weiteren Befragung ging noch hervor, dass das Objekt östlich des dortigen Sportplatzes entlang der Chemnitzer Straße auftauchte, diese parallel entlang flog. Dann bewegte sich das Objekt geräuschlos in Richtung Dresden, optisch gesehen über den Franz-Kögler-Ring und die Karl-Kegel-Straße. Von der UFO-Sichtung wurde ein Video gemacht."

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Während UFO-Skeptiker schnell eine vermeintliche Erklärung gefunden zu haben glaubten und gegenüber der Presse erklärten, dass der Fall gelöst und der Verursacher ein Modellhelikopter mit LED-Beleuchtung sei, verfolgten die Ermittler der UFO-Datenbank von Anfang an hingegen eine andere Theorie. Nach dieser, schien im Fall Freiberg kein ferngelenkter LED-Helikopter, sondern vielmehr ein gewöhnliches Flugzeug für ein UFO gehalten worden zu sein. Im Laufe einer dreitägigen Untersuchung verdichteten sich die Hinweise auf diese Erklärung zusehends.

Der Kreis der Ermittlungen der UFO-Forscher um Christian Czech von der UFO-Datenbank schloss sich dann durch die Hilfe der "Deutschen Flugsicherung" (DFS), mit deren Webtool Flugverläufe nachgebildet werden konnten. Dieses Computerprogramm bewies dann zweifelsfrei, dass sich zum Sichtungszeitpunkt ein Flugzeug im betreffenden Luftraum befand. Es handelte sich um Flug Nummer "LH 216", der sich im Landeanflug auf den Flughafen Dresden befand. Die Sichtungsstelle wurde um 22.40 Uhr in 1828 Metern Höhe passiert.

Computerauswertung der Flugroute von "LH 216" durch die Deutschen Flugsicherung (Klicken Sie auf das Bild, um zu einer vergrößerten Darstellung zu gelangen). | Copyright/Quelle: DFS

Wie die UFO-Forscher beschreiben, konnten auch die individuellen Aspekte der Sichtung durch diesen Flug erklärt werden:

"Aussage 1: Das Objekt stand 3 Minuten lang still: Wie wir aus den Abbildungen ersehen können, bewegte sich das Objekt parallel der Chemnitzer Straße auf die Zeugen zu. Sie sahen nur ein helles Licht, den eingeschalteten Landescheinwerfer.

Aussage 2: Das Objekt reagierte auf die Handybeleuchtung: Diese Aktion war reiner Zufall. Nimmt man die Maße eines Handydisplays und dessen Leuchtstärke und bezieht dieses dann auf die Entfernung zum Objekt, dann stellt man fest, dass das Objekt das Handylicht gar nicht bemerkten würde. Vielmehr passierte folgendes: In dem Moment, wo das Objekt scheinbar reagierte, begann das Flugzeug seine Kurve in Richtung Dresden zu fliegen. Dadurch gerieten die Zeugen außerhalb des Scheinwerferkegels des Landescheinwerfers. Das Licht wurde als dunkler und kleiner. Außerdem setzte sich das Objekt in Bewegung, weil es sich nicht mehr auf die Zeugen zu bewegte, sondern seitlich an ihnen vorbei flog.

Aussage 3: Es flog geräuscharm: Es ist in der Tat so, dass man von einem Flugzeug seitlich passiert werden kann, ohne dass man die Geräusche des Flugzeugs wahrnimmt. Dies hängt damit zusammen, aus welcher Richtung der Wind weht. Kommt der Wind aus Richtung der Zeugen, trägt er das Geräusch weg. Die Zeugen selber sprechen von geräuscharm. Dies bedeutet, dass ein schwaches Geräusch zu hören war.

Aussage 4: Das Objekt war dreieckig und schwarz: Jeder, der schon mal ein Flugzeug in der Nacht gesehen hat weiß, dass die Befeuerung eines Flugzeuges, die im Dreieck angeordnet ist, diese Silhouette erzeugt. In Wirklichkeit sieht das Objekt aber völlig anders aus.

Aussage 5: Auf den Videos sind seltsame Flugmanöver zu sehen: Die Flugmanöver rühren von der unruhigen Handführung der Handys. In einigen Stellen ist eine nahezu ruhige Handführung vorzufinden. Hier sieht man dann deutlich, dass das Licht eine geradlinige Flugbahn hat."

Bücher zum Thema

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / ufo-datenbank.de

Mittwoch, 22. April 2009

Analyse: "Stock-Wesen" von Quives war ein Zweig und optische Illusion

Detail-Standbild aus dem Video | Copyright: pantelvideos/youtube.com

Mexico-City/ Mexiko - Mitte Februar 2009 sorgte ein Video aus Quives in Peru für Aufmerksamkeit und kontroverse Diskussionen, auf dem zahlreiche Beobachter ein vermeintlich mysteriöses, stockähnlich dünnes Wesen zu erkennen glaubten (...wir berichteten). Nach einer ersten Analyse konnte der mexikanischen Video-Experte und UFO-Forscher Dr. Anthony Choy keine gezielte Manipulation der Aufnahmen feststellen. Jetzt liegt sein abschließender Bericht zur Analyse des Videos vor, der die Aufnahmen jedoch auf andere Weise befriedigend erklärt.

Auch weiterhin schließt Choy eine absichtliche Manipulation der Bilder aus, kommt jedoch zu dem Schluss, dass es sich bei dem "Strichmännchen" nicht um ein mysteriöses Wesen, sondern um eine optische bzw. perspektivische Illusion handelt, die von Zweigen im Vordergrund und unmittelbar vor der Kamera erzeugt wird, wenn diese sich bewegt und auf die auf den Aufnahmen zu erkennende Person zu bewegt.

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Choy vergleicht den Effekt von so genannten Simulakren bzw. der Pareidolie, jenem "Erkennen" bekannter oder eingebildeter Formen in eigentlich chaotischen Mustern wie Wolken, Steinen, Holzmaserungen usw.

Skizze der wahrscheinlichen Ausgangssituation mit Zweig im Vordergrund | Copyright: Choy/Bolarte

Gemeinsam mit Pery Bolarte hat Choy den Film eingehend analysiert und kommt zu dem Schluss, dass es sich bei dem vermeintlichen Strich-Wesen um einen kleinen, etwa zwei Zentimeter großen Zweig handelt, der sich im Vordergrund der rechten Bildhälfte befindet, in das Sichtfeld der Kamera, dicht vor dieser, hineinragt und aus diesem Grund unscharf und fast transparent erscheint. Bei dem "Wesen" selbst handele es sich um das Ende dieses Zweiges.

Die vermeintliche Bewegung des "Wesens" in Richtung des rechten Bildrandes entsteht in Wirklichkeit durch die Vorwärtsbewegung des Kameramannes, der dabei den Zweig mehr und mehr rechts hinter sich lässt. Dies bedeutet also auch, dass sich das "Wesen" bzw. der Zweig vor und nicht - wie es zuerst den Anschein erwecken kann - hinter dem Mann auf dem Video befindet. Einmal auf diesen Umstand hingewiesen, wird dieser Eindruck auch beim erneuten Betrachten des Videos deutlich. Obwohl Choy seine Analyse in einem erläuternden Video nur in spanischer Sprache präsentiert, sprechen die Bilder und Grafiken eindrucksvoll für sich und liefern eine eindrucksvolle Erklärung für das "Wesen von Quives".

Das Originalvideo


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Videodokumentation der Analyse (span.) von Choy und Bolarte


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Mysteriöses Wesen auf Video gebannt?
, 13. Februar 2009

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / analuisacid.com / youtube.com

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