Archiv: Marienverehrung | Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.deBamberg/ Deutschland – Laut Berichten zahlreicher Augenzeugen, soll eine Madonnenstatue im oberfränkischen Heroldsbach Tränen vergossen haben. Nach einer eingehenden Untersuchung zeigt sich das Erzbistum Bamberg jedoch kritisch, spricht von Manipulationsverdacht und erkennt das angebliche Wunder nicht als solches an.
"Es kann nicht von einem Wunder gesprochen werden, denn es steht nicht fest, dass sich am 12. Februar 2007 in Heroldsbach ereignet hat ", zitiert „Kath.net“ den Bamberger Erzbischof Ludwig Schick. Das Fazit der Untersuchung durch den Kirchenrechtler Prof. Alfred Hierold: „Bis auf einen Zeugen konnte niemand bestätigen, dass die Tränen aus den Augen hervorgequollen sind“. Zuvor hatte Hierold 25 zeugen befragt und die angeblichen Tränenflüssigkeit untersucht.
Bereits zuvor stand der Ort im Ruf religiöser Wunder. Schon 1949 wollen Mädchen am „Heiligen Berg“ die Gottesmutter und den Jesusknaben gesehen haben. 1998 wurde die "Gebetsstätte Heroldsbach" als Ort der „gesunden Marien-Verehrung“ anerkannt. 2001 soll eine Jesusstatue bereist geweint haben. Der damalige Fund von Pipetten, das versiegen der tränen, nachdem die Staue in einem Schrank verwahrt wurde und die Nähe zu den Toilettenräumen des Pilgerheims hatten damals für erste Skepsis gesorgt. Eine Analyse der angeblichen tränen zeigte denn auch, dass diese den gleichen Natriumgehalt wie das Wasser aus den Leitungen aufwies.
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Die Zeugen des neuen Tränenwunders selbst, seien meist tatsächlich subjektiv glaubwürdig. Bis auf eine Ausnahme konnte jedoch keiner der 25 Zeugen bestätigen, dass die angebichen Tränen tatsächlich aus den Augen der Marienstatue gequollen seien: „Nicht auszuschließen ist aber, dass jemand Wasser auf die Figur spritzte" kommentiert Hierold seine Untersuchungen. Auch die Analyse der Tränenprobe habe nicht gezeigt, dass es sich um
Tränenflüssigkeit gehandelt habe.
Quellen: kath.net/bbk / grenzwissenschaft-aktuell.de
