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Dienstag, 20. Oktober 2009

Gary McKinnon: Unerwarteter Auslieferungsaufschub für UFO-Hacker

Gary McKinnon | Copyright: freegary.org.uk

London/ England - Das britische Innenministerium hat einem Aufschub der Auslieferung des sogenannten UFO-Hackers Gary McKinnon zugestimmt, um ein neues psychiatrisches Gutachten über den am Asperger-Syndrom, einer Form von Autismus, erkrankten Schotten abzuwarten.

Erst vor 10 Tagen hatte der Supreme Court ein Berufungsverfahren gegen die bereits von der britischen Regierung beschlossene Auslieferung McKinnon abgelehnt (...wir berichteten). Seither tickte für den Hacker ein 14-tägiger Countdown bis zum nun bis auf weiteres aufgeschobenen Auslieferungstermin.

Laut der englischen Tageszeitung "The Times", sehen die Verteidiger McKinnons in diesem Schritt Grund zur Hoffnung, dass die Regierung diese Möglichkeit ergreifen werde, um - wie von den Anwälten des geständigen Hackers gefordert – Gary nicht an die USA auszuliefern, sondern ihn vor einem britischen Gericht anzuklagen und ihn die zu erwartende Haftstrafe in einem britischen Gefängnis absitzen zu lassen.

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Bislang hatte der britische Innenminister Johnson immer wieder erklärt, ihm fehle für eine Aufhebung des Auslieferungsbeschlusses die politische Macht. Darum sehen auch außenstehende Beobachter in dem unerwarteten Aufschub nun ein Zeichen für einen Sinneswandel der Regierung in dieser Frage.

Andere vermuten in dem Schritt Johnsons einen politischen Schachzug im Kampf um das Amt des derzeitig innerparteilich wankenden Premierministers Gordon Brown, der schon auf einem Parteitag am 12. November zum Rücktritt und Übergabe an seinen Innenminister gedrängt werden könnte.

Hintergrund:
Auf der Suche nach geheimen Dokumenten und Beweisen für UFOs und Außerirdische, ist der Brite in rund 90 militärische, Regierungs- und NASA-Computer eingedrungen und habe diese dabei - so die Anklage - beschädigt. Das geheimste von McKinnon gehackte System, war die "Naval Air Weapons Station China Lake", eine Anlage die Waffensysteme für das US-Militär entwickelt.

In den von McKinnon gehackten Systemen, will er Informationen und Beweise für außerirdische Technologie, eine Liste "mit Namen außerirdischer Offiziere und Schiffe und Güterverkehr", sowie ein Bild eines, wie er sagt "UFOs mit perfekter, glatter Oberfläche" gefunden haben.

Auf Rechnern der NASA gebe es zudem Beweise, dass aus deren Aufnahmen UFOs absichtlich herausretuschiert wurden und werden, wie er in einem interview mit der BBC bestätigt. Allerdings gehen McKinnons Aussagen kaum über bereits bekannte Inhalte anderer Verschwörungstheorien hinaus.

Laut McKinnon seien die Systeme jedoch nicht sonderlich gesichert gewesen. Teilweise seien die angeblich so sensiblen Rechner lediglich mit abgelaufenen Passwörtern geschützt oder gänzlich ohne Passwortschutz abgesichert gewesen. Es habe sich also nicht einmal um wirkliches Computer-Hacking gehandelt.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / freegary.org.uk / timesonline.so.uk


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