https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de


Freitag, 9. Oktober 2009

Supreme Court verwehrt UFO-Hacker McKinnon Berufungsverfahren

Gary McKinnon | Copyright: freegary.org.uk

London/ England - In einer der wohl letzten juristischen Bemühungen vor britischen Gerichten gegen die von den USA beantragte Auslieferung des britischen "UFO-Hackers" Gary McKinnon hat der Supreme Court, das oberste Gericht Großbritanniens, nun eine Entscheidung getroffen und darin McKinnon ein Berufungsverfahren gegen die bereits getroffene Auslieferungsentscheidung der britischen Regierungsbehörden abgelehnt.

Ziel der Bemühungen der Verteidigung des geständigen Computerhackers war es, die Auslieferung an die USA, wo McKinnon bis zu 72 Jahre Haft in einem Hochsicherheitsgefängnis oder gar in einem Kriegsgefangenenlager drohen, zu stoppen, eine Verfahren vor einem britischen Gericht und auch das Absitzen der zu erwartenden Haft in einem britischen Gefängnis anzustreben.

Die britische Medien nun berichten, habe der Supreme Court ein Berufungsverfahren abgelehnt, da der Fall keine öffentliche juristische Wichtigkeit" aufzeige, wie sie für eine entsprechende Wiederaufnahmen des Verfahrens notwendig wäre. Auch erklärten die Richter, dass es keinen Anlass zu der Annahme gäbe, dass McKinnon in den USA eine Einschränkung seiner Menschenrechte- und würde drohe.

www.grenzwissenschaft-aktuell.de
>>> HIER können Sie unseren täglichen Newsletter bestellen <<<

Obwohl mit dieser Entscheidung die juristischen Möglichkeiten auf britischem Boden ausgeschöpft sind, wollen McKinnons Verteidiger nun erneut vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Strassbourg ziehen - auch hier wurde bereits einer früheren Klage widersprochen (...wir berichteten). Doch auch hier räumen Experten den Forderungen der Verteidigung nur wenig Chancen ein.

Eines der Hauptprobleme in einem Auslieferungsverfahren, einer Anklage in den USA und die zu erwartende hohe Haftstrafe sehen allerdings auch Experten in der Tatsache, dass McKinnon am Asperger Syndrom, einer Form von Autismus, leidet. McKinnon könne deswegen durchaus zumindest schädliche wenn nicht sogar lebensgefährliche psychologische Einschränkungen erfahren.

Zuvor hatte sich der Fall McKinnon mehr und mehr zu einem internationalen Politikum entwickelt, offenbarte er doch drastische Unausgewogenheiten in den Auslieferungsabkommen zwischen Großbritannien und den USA zu Ungunsten des Vereinigten Königreiches (...wir berichteten).

Auch Menschenrechtsorganisationen zeigen sich besorgt über die Handhabung McKinnons und werfen der britischen Regierung Unterwürfigkeit gegenüber den USA vor. Auch hier streicht man heraus, dass es nicht um einen willkürlichen Freispruch McKinnons, sondern um die Forderung eines Gerichtsverfahrens und Haft in England gehe.

Hintergrund:
Auf der Suche nach geheimen Dokumenten und Beweisen für UFOs und Außerirdische, ist der Brite in rund 90 militärische, Regierungs- und NASA-Computer eingedrungen und habe diese dabei - so die Anklage - beschädigt. Das geheimste von McKinnon gehackte System, war die "Naval Air Weapons Station China Lake", eine Anlage die Waffensysteme für das US-Militär entwickelt.

In den von McKinnon gehackten Systemen, will er Informationen und Beweise für außerirdische Technologie, eine Liste "mit Namen außerirdischer Offiziere und Schiffe und Güterverkehr", sowie ein Bild eines, wie er sagt "UFOs mit perfekter, glatter Oberfläche" gefunden haben.

Auf Rechnern der NASA gebe es zudem Beweise, dass aus deren Aufnahmen UFOs absichtlich herausretuschiert wurden und werden, wie er in einem interview mit der BBC bestätigt. Allerdings gehen McKinnons Aussagen kaum über bereits bekannte Inhalte anderer Verschwörungstheorien hinaus.

Laut McKinnon seien die Systeme jedoch nicht sonderlich gesichert gewesen. Teilweise seien die angeblich so sensiblen Rechner lediglich mit abgelaufenen Passwörtern geschützt oder gänzlich ohne Passwortschutz abgesichert gewesen. Es habe sich also nicht einmal um wirkliches Computer-Hacking gehandelt.

>>>WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA<<<

UFO-Hacker McKinnon: Innenminister weist Bemühungen von Parlamentariern ab

10. September 2009


UFO-Hacker: Parlamentarier intervenieren gegen McKinnons Auslieferung
9. September 2009

UFO-Hacker McKinnon: Gericht weist erneut Widerspruch gegen Auslieferung ab
3. August 2009

Gary McKinnon: Menschenrechtler Terry Waite setzt sich für UFO-Hacker ein

19. März 2009

UFO-Hacker wird zum internationalen Politikum

4. März 2009

Quellen. grenzwissenschaft-aktuell.de / freegary.org.uk / guardian.co.uk


Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de
(falls nicht anders angegeben)


Für die Inhalte externer Links übernehmen wir keine Verantwortung oder Haftung.


WEITERE MELDUNGEN finden Sie auf unserer STARTSEITE