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Dienstag, 3. August 2010

Kornkreisforscher finden "Drachenpfade" in England

Auf der Suche nach geometrischen Kornkreisen übersehen sie meisten Touristen die derzeitigen "Drachenpfade" am Silbury Hill | Copyright: A. Müller, kornkreise-forschung.de

Avebury/ England - Während jedes Jahr vor allem die großen und geometrisch komplexen Kornkreismuster und -Formationen für Aufsehen und Interesse sorgen, finden sich den Feldern immer wieder auch kleine, nahezu unscheinbare Formen, wie sie von Touristen und Presse gerne übersehen werden. Auch in diesem Jahr haben sich Kornkreisforscher aber auch auf die Suche nach diesen "Kornkreisen" gemacht und sind zuletzt gleich zweifach fündig geworden.

Der Silbury Hill, ein kegelstumpfförmiger prähistorischer Erdhügel nahe Avebury in der Grafschaft Wiltshire hat schon viele Kornkreise in seinen Nachbarfeldern kommen und zur Erntezeit wieder gehen gesehen. Darunter auch teilweise gewaltige Großformationen in komplexester geometrischer Ausführung. Auch in diesem Frühsommer konnten Besucher ein (wenn auch kleineres) Muster in einem Gerstenfeld unmittelbar neben dem Hügel bewundern (...wir berichteten).

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Ende Juli zeigte sich in diesem Sommer dann jedoch noch eine weitere Erscheinung im angrenzenden Feld. Was von der Straße aus wie von Wind oder Wild niedergelegte Flächen erscheint und aus diesem Grund zunächst auch keine Besucher anlockte, erwies sich bei genauem Hinsehen als zumindest kornkreisartig, berichtet Kornkreisforscher Andreas Müller (kornkreise-forschung.de), der sich derzeit vor Ort auf Forschungsreise befindet. "Solche unscheinbaren Muster sind schon seit vielen Jahren bekannt und werden aufgrund ihres Aussehens gerne als 'Dragon's Footpaths', also als 'Drachenpfade' bezeichnet. Man könnte sie aber auch mit
Pinselstrichen auf einer Leinwand vergleichen, denn genau so sieht es aus - als habe sich jemand mit einem gewaltigen Pinsel an Ölfarbe versucht."

Drachennest: Im Feld zeigt sich dann jedoch, dass es sich hier nicht um Wind- oder Wildschaden, sondern kornkreisartige Flächen handelt | Copyright: A. Müller, kornkreise-forschung.de

Weitere Detailansichten des "Drachenpfads" am Silbury Hill | Copyright: A. Müller, kornkreise-forschung.de

"Im Gegensatz zu den geometrischen Formationen, sieht es hier so aus, als sei irgendetwas von oben herab ins Feld eingeschlagen und habe das Getreide regelrecht niedergeblasen. Im Querschnitt sieht das Ganze aufgrund der abgerundeten Ränder dann fasst aus, wie eine Schale. Im Gegensatz zu den meisten Kreisen, die spiralartig niedergelegt sind, verläuft die Lagerichtung der Pflanzen hier radial geradlinig von innen nach außen", so Müller.

"Neben dem großen 'Hauptkreis' von etwa 10 Metern Durchmesser gibt es dann weitere kleine 'Muster' die zeitgleich mit diesem entstanden sind und die gleichen Merkmale aufweisen. Interessanterweise liegen diese gänzlich unberührt zwischen den Traktorspuren. Während man in manchen Feldern aufgrund weiterer Saatreihenabstände gut auch mal durch das stehende Korn kommt, ohne Spuren und Trampelpfade zu hinterlassen, ist das Feld hier jedoch sehr dicht geschlossen und es ist nicht möglich zu diesen Flächen zu gelangen, ohne eine sichtbare Schneise zu schlagen. Dennoch wiesen diese kleinen Flecken zunächst keine Zugänge auf (s. Abb.). Aus diesem Grund fallen auch Tiere als mögliche Verursacher dieser Flächen weg."

Im Innern der Flächen zeigten einige, wenn auch nicht alle, mitgebrachten technischen Geräte wie Kameras und Messinstrumente technische Fehlfunktionen, wie sie außerhalb nicht mehr auftraten.

Nur wenige Tage, nachdem der "Drachenpfad" am Silbury Hill am 28. Juli 2010 entdeckt wurde, fand sich ein ganz ähnliches Muster auch in einem Feld unterhalb der eisenzeitlichen Hügelfestung von Bratton Castle, unmittelbar vor Westbury in Wiltshire und unterhalb des Kreidescharrbildes des Bratton (Westbury) White Horse, welches in etwa die gleichen Größenverhältnisse und Eigenschaften wie sein Gegenstück am Silbury Hill aufweist.

"Drachennest" und -spuren unterhalb des Bratton White Horse | Copyright: A. Müller, kornkreise-forschung.de

"Möglicherweise handelt es sich hierbei um die selbe Energie, die an anderen Orten Kornkreise auch in geometrischer Form entstehen lässt", spekuliert Müller beim Anblick der Ähnlichkeiten zwischen den Merkmalen der "Drachenpfade" und den komplexen Kornkreismustern. Interessant sei auch - gerade im Fall von Bratton -, dass das Feld auch sonst starke Schäden durch vermeintliche "Windlager" aufweise.

Detailansichten des Drachenpfades von Bratton | Copyright: A. Müller, kornkreise-forschung.de

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / kornkreise-forschung.de
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