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Montag, 23. August 2010

Orang-Pendek: DNA-Analyse offenbart möglichen Beweis für Sumatra-Yeti

Zeugenskizze zeigt einen Orang-Pendek | Quelle: cryptomundo.com

Bideford/ England - In einer Presseerklärung hat der britische Kryptozoologe Adam Davies erste Ergebnisse einer DNA-Analyse veröffentlicht, die anhand von Haarproben durchgeführt wurde, wie sie von Teilnehmern einer u. a. von Davies geführten Expedition im vergangenen Jahr dem sogeannten Orang-Pendek, der kleinen Variante von Yeti, Bigfoot & Co auf Sumatra zugeschrieben wurden.

Wie zahlreiche andere teilweise noch kaum erforschte Waldregionen, so kennt gerade auch die indonesische Inselwelt ihre eigenen Varianten legendenumwobener Waldmenschen: Der Orang-Pendek (dt.: Kleiner Mensch) soll ein Primat sein, der vornehmlich auf Sumatra beheimatet ist. Laut Zeugenbeschreibungen soll er sich von anderen Primaten vor allem durch seine geringere Größe sowie durch seinen aufrechten Gang unterscheiden.

Auf ihrer Expedition im September 2009 wurden einige Teilnehmer selbst Augenzeugen eines Wesens, auf das die Beschreibung der bisherigen Legenden und Augenzeugenberichte des Orang-Pendek zutraf (...wir berichteten).

Schon von einer früheren Expedition 2001 konnte Davies Haarproben mitbringen, die an der "Cambridge University" von den Experten für Haaranalysen Professor Hans Brunner und Dr. David Chivers analysiert und einer unbekannten Primatenart zugeordnet wurde, die mit den beiden bekannten Arten von Orang-Utans verwandt ist.

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Auf der diesjährigen Jahreskonferenz des "Centre for Fortean Zoology" (CFZ, cfz.org.uk), präsentierte nun der dänische Wissenschaftler Lars Thomas die bisherigen Ergebnisse der aktuell mittels einer DNA-Analyse untersuchten Haarproben aus Sumatra von 2009. Auch diese bestätigen, dass diese einer Primatenart zugeordnet werden können, wie sie einem Orang-Utan zumindest verwandt zu sein scheint.

"Die Bedeutung dieses Nachweises ist gravierend - ganz gleich, was das Ergebnis letztendlich zeigen wird: Wenn es sich herausstellt, dass die Haare von einem gewöhnlichen Orang-Utan stammen, so würde dies beweisen, dass Orang-Utans auch in diesem Teil Sumatras vorkommen - mehrere hundert Kilometer also von der nächsten bislang bekannten Population (der bedrohten Affenart). Sollte sich jedoch zeigen, dass es sich zwar um einen Primaten handelt, der einem Orang-Utan lediglich ähnlich sieht, selbst aber keiner ist, so wäre dies der Nachweis dafür, dass es in Indonesien eine bislang gänzlich unbekannte Großaffenart gibt", so Thomas.

Der Direktor des CFZ, Richard Freeman, der ebenfalls an der letztjährigen Expedition nach Sumatra teilgenommen hatte, zeigt sich ebenfalls schon jetzt von den Ergebnissen fasziniert: "Sollte es sich tatsächlich um die Haare einer bislang unbekannten Art handelt, so wäre dies der erste bestätigte Nachweis einer aufrecht gehenden Affenart (da das die Haare hinterlassende Wesen von den Zeugen aufrecht gehend beobachtet werden konnte). Dieser Nachweis könnte dann interessante Folgerungen auch in Richtung anderer berichteter aufrecht gehender Großaffen wie etwa dem Yeti oder Bigfoot ermöglichen. Zugleich könnten aus dem Studium der Primaten Rückschlüsse auf die Entwicklung des aufrechten Gangs des Menschen ermöglichen. Weiter könnte die Tatsache, dass ein derart großes Tier selbst heute noch auf einer Insel von etwa der Größe Großbritanniens entdeckt werden kann, Hinweise darauf liefern, dass auch an anderen Orten der Welt andere bislang unbekannte große Tierarten entdeckt werden könnten."

Kurzdoku und Interview mit Lars Thomas über die bisherigen Analysen und Interview mit Lars Thomas

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Hintergrund:
Aufgrund der Ähnlichkeit des Orang-Pendek und gefundenen menschenähnlichen Fußspuren glauben einige Kryptozoologen, dass verschiedene, paläoanthrope Hominiden Vorfahren des Orang Pendek sein könnten. Hierfür kämen der Homo erectus, dessen Überreste auf der Nachbarinsel Java entdeckt wurden, der Homo floresiensis, der auf der nahe gelegenen Insel Flores lebte, und der Paranthropus in Frage.

Deborah Martyr, eine britische Orang-Pendek-Forscherin, konnte "Fauna & Flora International" (FFI) davon überzeugen, sie bei der Suche nach dem Orang Pendek zu unterstützen. Sie und ihr Team geben an, mittlerweile vier Individuen anhand ihrer Fußabdrücke unterscheiden zu können. Die längste Fährte, bestehend aus zwanzig Fußabdrücken, hinterließ dabei der so genannte Marathon Man. Marty stellt außerdem fest, dass, aufgrund der massiven Zerstörung seines Lebensraumes, das Überleben der Art stark gefährdet sei. Dafür spricht jedenfalls die große Abnahme von Sichtungen innerhalb der letzten fünfzig Jahre. Die Expedition förderte unzählige Fußabdrücke und Haarbüschel zutage, die keiner bekannten Art zugeordnet werden konnten (Q: wikipedia.de).

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / cfz.org.uk / theparanomalist.com
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