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Freitag, 16. Juli 2010

Angler in Angst vor russischer Nessie

Satellitenaufnahme des Tschanysees | Copyright: NASA

Nowosibirsk/ Russland - Schon seit Jahrzehnten berichten Augenzeugen immer wieder von Sichtungen und Begegnungen mit der russischen Variante des Ungeheuers von Loch Ness. Fischer vor Ort fürchten sich hingegen vor dem Monster, das in Anlehnung an seinen schottischen Verwandten auf den Namen "Nesski" getauft wurde - so soll das Wesen doch schon zahlreiche Angler in die Tiefe gerissen haben.

Insgesamt 19 ungeklärte Todesfälle in nur drei Jahren im Tschanysee in der Barabasteppe im Südosten des Westsibirischen Tieflandes werden Nesski bereits zugeschrieben. Forscher vermuten, dass die Dunkelziffer sogar noch höher liegen könnte.

Offiziell, so berichten russische Medien, werden die meisten Vermissten als "wahrscheinlich ertrunken" gelistet. Die Bergung einiger weniger Leichen sorgte jedoch für Aufsehen, weil die Körper halb aufgefressen waren, berichtet auch die britische "Daily Mail".

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Der aktuellste Todesfall ereignete sich erst vergangene Woche, als ein 59-jähriger Angler in die Tiefe gezogen wurde. Sein ebenfalls anwesender Freund erinnert sich daran, dass sein Bekannter etwas Großes an der Leine gehabt habe - so groß dass der Angler aus dem Boot, ins Wasser und mit in die Tiefe gerissen wurde. Seither gilt der Mann als vermisst.

Bereits vor drei Jahren ereignete ein ähnliches Schicksal den 32 Jahre alten Soldaten Michail Doronin, nachdem sein Boot von etwas unter Wasser derart ins Wanken gebracht wurde, dass der Mann ins Wasser fiel und nicht mehr gesehen wurde. "Der See war an diesem Tag sehr ruhig, aber plötzlich begann das Boot zu wackeln und es kenterte", erinnert sich die Großmutter des Soldaten, die den Vorgang miterlebt hatte.

Wie sein russischer Verwandter, so soll es sich auch bei Nesski um ein oder mehrere Exemplare überlebender Urzeitwesen handeln. Zeugen beschreiben das "Monster" als von ähnlicher Gestalt wie ein Plesiosaurier

Im kryptozoologischen Blog "Cryptomundo.com" bemerkt Ken Hulsey, dass es angesichts des Tschanysees eigentlich nicht schwer sein sollte, die Existenz eines entsprechenden unbekannten Raubtieres zu beweisen: "Berichte über Nesski sind seit Jahrzehnten bekannt. (...) Der See ist rund 57 x 55 Meilen (91 x 88 Km) groß und an seiner tiefsten Stelle gerade einmal sieben Meter tief. Aufgrund dieser Umstände sollte es ein Leichtes sein, das Monster zu finden. Zugleich verwundert es aber auch, wie in einem derartig seichten Gewässer (Anm. d. Red.: das zudem keinen Abfluss hat) so viele Menschen verschwinden können."

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / cryptomundo.com / dailymail.co.uk

Expertise: Antennen von Radio Vatikan erhöhen Krebsrisiko

Blick über den Vatikan | Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de

Rom/ Italien - Ein zehnjähriger Rechtsstreit um den Vorwurf, dass Antennen des weltweiten vatikanischen Radiosenders die Krebserkrankungsrate in der direkten Umgebung der Sendeanlagen erhöht, hat mit der Studie von Krebsforschungsexperten ihren bisherigen Höhepunkt erreicht. In ihrer Expertise stellten die Wissenschaftler eine Verbindung von Krebserkrankungen bei Kindern und der Radiostrahlung der Sendeantennen fest.

Rund 60 Antennen von Radio Vatikan gibt es in Dörfern rund um Rom. Zugleich stellten Betroffene und Experten seit mindestens 10 Jahren eine auffallende Häufung von Krebstumoren und Leukämie bei Kindern fest, die in direkter Nähe zu den Transmittern leben. Eine Verbindung wurde vom Vatikan immer wieder bis vor Gericht bestritten. Auch jetzt zeigt man sich überrascht von dem Ergebnis der Untersuchung und will schon bald gegenteilige Gutachten vorlegen.

Indes kommt die von den Gerichten in Auftrag gegebene Expertise aktuell zu dem Schluss, dass es eine "schlüssige und signifikante Verbindung zwischen den Erkrankungen und den Sendeanlagen des vatikanischen Radios gebe. Schon zuvor hatten Anwohner und Fachleute eine Verbindung der Krebserkrankungen zur elektromagnetischen Strahlung befürchtet. In der 300 Seiten starken Studie bestätigt das in Italien führende Krebsforschungs-Hospital die Befürchtungen der Betroffenen

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Schon lange kritisieren Experten, dass die Technologie der rund 60 stählernen Anlagen, die im Laufe des vergangene Jahrhunderts nach und nach errichtet wurden, um "Radio Vatikan" in alle Welt zu übertragen, veraltet seien. Zudem nutze die Mehrheit der Hörer mittlerweile das Internet zum Empfang des Radioprogramms.

In einer ersten Stellungnahme, vertritt der Vatikan weiterhin seine bisherige Position und verneint jegliche Verbindung zu den Krankheitsfällen, berichtet die BBC. Wie stark die Sendeanlagen sind, wissen auch die nicht erkrankten Anwohner zu berichten, wenn die Sendeleistung den sonstigen Radio- und TV-Empfang ebenso störe wie zahlreiche andere elektronische Haushaltsgeräte.

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Internationale Studie zu Krebsrisiko durch Mobilfunk liefert kontroverses Ergebnis
19. Mai 2010

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / bbc.co.uk

Saturnmonde: Enceladus versorgt Titan mit Sauerstoff

Saturn (l.) mit den vier größten Monden Titan (Hintergrund), Enceladus (o.r.), Dione (o.m.), Rhea (u.r.) und Helene (m.) | Copyright: NASA

Greenbelt/ USA - In zwei aktuell im Fachjournal "Planetary and Space Science" publizierten Studien haben NASA-Wissenschaftler einen Austausch chemischer Verbindungen zwischen Planet und Monden des Saturnsystems nachgewiesen. Diese Prozesse erklären erstmals auch, wie Sauerstoff auf die Oberfläche des Saturnmondes Titan gelangen und hier auch zur Entstehung der Bausteine des Lebens beitragen könnte.

Schon seit den 1980er Jahren wissen Wissenschaftler, dass das Magnetfeld des Saturns neben geladenen Teilchen auch neutrale Atome und Moleküle enthält. Teilweise stammen diese aus den Eisfontänen in der südlichen Polregion des Saturnmondes Enceladus und werden von dem Magnetfeld des Saturns, dass sich über einige Monde des Saturn ausdehnt, in Form von Wassermolekülen aufgenommen, die dann in neutrale und geladene Partikel zerlegt und verteilt werden.

In ihrem Modell entwickelten die Forscher Edward Sittler und John Cooper vom "Goddard Space Flight Center" der NASA jetzt erstmals eine Theorie darüber, was mit den Partikeln geschieht und können damit gleichzeitig erklären, dass und wie Sauerstoff auf die Oberfläche des Saturnmonds Titan gelangen könnte, ohne, dass er schon zuvor in der reaktiven Atmosphäre des Mondes zu Kohlenmomoxid und Kohlendioxid umgewandelt wird.

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Einmal in die sowohl Enceldaus als auch Titan umgebende Saturnmagnetosphäre eingetreten, könnten die aufgebrochenen Wassermoleküle aus den Eisfontänen auf Enceladus in der Atmosphäre des Titan auf sogenannte Fullerene, kugelförmige Kohlenstoffmolekül-Schalen, treffen, wie sie sehr leicht fremde Atome und Moleküle - in diesem Fall zuerst den Sauerstoff der Wassermoleküle - aufnehmen können. Zwar konnte die Existenz von Fullerenen auf Titan noch nicht eindeutig bewiesen werden, dennoch weisen Daten der Raumsonde "Cassini" auf ihre Existenz hin.

Von den Fullerenen umgeben und so vor einer Reaktion mit dem in großen Mengen vorhandenen Methan zu Kohlenmonoxid und Kohlendioxid bewahrt, kondensieren die Sauerstoffmoleküle mit aromatischen Kohlenwasserstoffen zu größeren Aerosol-Clustern, die dann langsam in Richtung Titanoberfläche absinken. Hier angelangt, könnte die einwirkende kosmische Strahlung Reaktionen der mit Sauerstoff gefüllten Fullerene katalysieren und so komplexe organische Moleküle, unter anderem Aminosäuren - also die Bausteine des Lebens - entstehen lassen.

Die Magnetosphäre des Saturn schließt auch die großen Monde ein (Illu.) | Copyright: NASA

"Die kombinierten Modelle von Cooper und Sittler geben uns neue Einblicke in das Potential chemischer Interaktionen zwischen den Saturnmonden", kommentiert Linda Spilker, Wissenschaftlerin der Cassini-Equinox-Mission am "Jet Propulsion Laboratory" (JPL). "Das Saturnsystem ist tatsächlich ein dynamischer Ort, in dem die Eisvulkane auf Enceladus nicht nur den E-Ring des Planeten speisen, sondern auch die Magnetosphäre des Saturns mit Wasser anreichern, das dann wiederum mit Titan und anderen Monden interagiert."

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Experiment: UV-Licht lässt in simulierter Titan-Atmosphäre Grundlagen des Lebens entstehen

1. Juli 2010

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