Samstag, 3. Dezember 2011

"Prophet" will Voynich-Manuskript entziffert haben

Eine von 250 Seiten des Voynich-Manuskripts. | Copyright/Quelle: voynichcentral.com

Helsinki/ Finnland - Seit Jahrzehnten sorgt ein 400 Jahre altes Buch, angefüllt mit botanischen, astronomischen und anatomischen Abbildungen und in einer bislang unbekannten Schrift verfasst unter Historikern und Kryptografen für Rätselraten und konnte bis heute noch nicht entziffert werden (...wir berichteten, s. Links). Jetzt behauptet der Finne Viekko Latvala, der sich selbst als "Prophet Gottes" bezeichnet, das Geheimnis des sogenannten Voynich-Manuskritpts gelöst zu haben.

Wie FoxNews.com unter Berufung auf Latvala und seinen Geschäftspartner Ari Ketola berichtet, handele es sich bei dem Voynich-Manuskript um das Werk eines Universalforschers und beinhalte Ausführungen zu Botanik, Pharmazie, Astrologie und Astronomie und beinhalte zudem prophetische Zukunftsvorhersagen.

Zur im Buch abgebildeten und vermeintlich umschriebenen Pflanzendarstellung Nummer 16152 zitiert der US-Nachrichtensender den "Propheten" mit dessen Übersetzung und der Erläuterung, dass es sich um eine heute noch in Äthiopien vorkommenden Pflanze handele: "Der Name dieser Pflanze ist 'Herz des Feuers'. Sie macht als Balsam die Haut schön. Das Öl wird aus den Knospen gewonnen und wirkt gegen Falten. Es kann aber auch für Kopf- und Nierenbeschwerden verwendet werden, da es entzündungshemmend und antibiotisch wirk. Die Pflanze wird 10 Zentimeter groß, wächst an heißen und trockenen Hängen und ist von hellgrüner Farbe.

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Der Kode des Manuskripts, so Latvala, könne nicht mit menschlichen Mitteln entschlüsselt werden, da es keinen Kode und meine Entschlüsselungsmethode dafür gebe. Es handele sich um eine prophetische Sprache, für deren Verständnis man eine direkte Verbindung zu Gott haben müsse. Bei der Schrift handele es sich um eine selbsterfundene Klangsprache des Autors und diese stelle eine Mischung aus Spanisch, Italienisch und der Muttersprache des Autors dar, bei der es sich um einen seltenen babylonischen Dialekt handele. Wahrscheinlich habe der Autor des Manuskripts selbst keine erlernte Schrift beherrscht und aus diesem Grund eigene Notizschrift erfunden.

Da Latvala jedoch keinerlei objektiv überprüfbare Hinweise auf seine Entschlüsselungsmethode vorlegt, verweigerten zahlreiche Kryptografie-Experten auf Anfrage von FoxNews.com jeglichen Kommentar zu den Behauptungen des "Propheten", darunter auch Kevin Knight, dessen Team erst im vergangenen Monat die Entzifferung des "Codex Copiale" verkündet hatte (...wir berichteten, s. Links) und sich jetzt auch anderen Geheimschriften widmen will - auch dem Voynich Manuskript.

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