Halb voll oder halb leer? | Copyright: AMUSA/Niederlande/Deutschland – Unterschiedliche Langzeitstudien zeigen erneut, dass eine optimistische Lebenseinstellung, Zuversicht und Selbstvertrauen das Risiko mindern, etwa an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben.
Wie die aktuelle „Apotheken Rundschau (AR)“ (1. Nov. 2007) berichtet, untersuchte die Psychologin Dr. Ilene C. Siegler vom Medizinischen Zentrum der Duke-Universität in Durham die Teilnehmer einer Umfrage aus den 1960er Jahren unter Studenten der Universität von North Carolina. Über 7000 Studenten wurden damals über ihren Umgang mit Problemen befragt und sie dann anhand ihrer Antworten in drei Gruppen – Pessimisten, Optimisten und Neutrale – unterschieden. 40 Jahre später waren annähernd 500 der Befragten verstorben - unter ihnen auffallend viele Pessimisten. „Bei Ihnen war das Risiko, früh zu sterben, um 43 Prozent höher als bei den Optimisten“, so die AR.
Die Ergebnisse werden durch eine unabhängige Studie unter Erik Giltay vom Institut für Geistige Gesundheit im niederländischen Delft nun bestätigt: Hier wurden 999 Menschen zwischen 65 und 85 befragt. Neun Jahre später waren 397 der Befragten gestorben - die Sterberate unter den Optimisten war nur halb so hoch wie die der Pessimisten. Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen als Todesursache war die Rate unter den pessimistisch eingestellten Befragten sogar um das Vierfache erhöht.
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Laut Psychologen der medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg vermindert allein der Glaube Krankheiten durch positive Einstellungen und Gedanken beeinflussen zu können das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Erklärung liege, so die Forscher, im Selbstvertrauen der Optimisten, das sich positiv auf das Gesundheitsverhalten auswirke. Man treibe beispielsweise mehr Sport, sei offener für Vorsorgeuntersuchungen und achte auf gesunde Ernährung.
Ein ganzes Netzwerk biologischer und psychologischer Systeme profitiere zudem von einer positiven Lebenseinstellung und belegt somit jetzt auch durch Zahlen die alte Volksweisheit.
Quellen: apothekenumschau.de / grenzwissenschaft-aktuell.de
