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Montag, 24. Dezember 2007

Archäologen wollen die Hauptstadt der Jadescheiben-Kultur in China entdeckt haben

Ein Exemplar der zahlreichen Jadescheiben der Liangzhu-Kultur | Copyright: Dr. Meierhofer / GNU FDL

Zhejiang/ China – Chinesische Archäologen haben in der Zhejiang-Provinz Ruinen einer mehr rund 4300 Jahr alte Stadt entdeckt und vermuten, es könne sich um die lange gesuchte Hauptstadt der Liangzhu-Kultur handeln, die unter anderem die sagenumwobenen Jadescheiben hinterlassen hat.

Wie staatliche chinesische Medien am Dienstag berichteten, seien die Stadtmauern zwischen vie rund sechs Meter dick und erstrecken sich über eine Fläche von rund drei Quadratkilometern. Damit ist sie größer, als die weltberühmte Verbotene Stadt in Peking der Ming- und Quing-Dynastien.

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Jetzt wollen die Forscher weiter prüfen, ob es sich tatsächlich um die legendenumwobenen Hauptstadt der Liangzhu-Kultur handelt, von der bislang keine Hauptstatd bekannt ist – weswegen deren Status als eigene Dynastie von vielen Historikern nicht anerkannt wird. Bislang wird die Xia-Dynastie als älteste Dynastie Chinas betrachtet. Die Liangzhu-Kultur steht als Sammelbegriff von Kulturfunden aus dem späten des Neolithikums an der Südküste des chinesischen Reiches.

In den 1970ern und 1980er Jahren entdeckten Archäologen im Gebiet des Tai-Sees im unteren Jangtse-Tal erste spätneolithische Gräber aus der Zeit zwischen 3.400 und 2.000 v. Chr. Darin fand man mehr als 5.000 Jadestücke - darunter auch die berühmten perforierte Lochscheiben, sogenannte „Bi-Scheiben“, und Röhren. Um was es sich besonders bei den Scheiben handelt, wird seither kontrovers diskutiert. Historiker und Archäologen sehen darin rituelle Objekte, Abbildungen des Himmels oder Rangabzeichen. Auf vielen der Scheiben aus späterer Zeit, die zwischen 25 und 30 Zentimeter groß sind, finden sich eingravierte Darstellungen unterschiedlicher Kreaturen.

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