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Mittwoch, 19. Dezember 2007

Umstrittene Theorie: Lebt Hitlers unehelicher Sohn in England?

Unity Mitford gemeinsam mit Adolf Hitler | Copyright: Public Domain

London/ England – Es klingt fast schon wie eine Überschrift aus der englischen Yellow Press, doch die Behauptung, ein unehelicher Sohn und somit möglicherweise weitere Nachfahren Adolf Hitlers könnten in England leben, stammt von einem angesehen Journalisten der bereits für die BBC, den The Guardian und The Observer gearbeitet hat.

In seinem Blog beschreibt Martin Bright, wie er vor rund fünf Jahren von Mrs. Val Hann von der unglaublichen Geschichte zum ersten Mal erfahren hatte. Ihre Tante, Betty Norton, habe in den 1940-50er Jahren als Schwester in einem Mutterschaftsheim in Oxfordshire gearbeitet. In diesem habe die legendäre und umstrittene Hitler-Verehrerin Unity Mitford nach ihrer schweren Schussverletzung ein Kind zu Welt gebracht habe. Unter der Vorgabe der Verschwiegenheit habe Unity ihrer Tante offenbart, dass es sich bei dem Vater des Kindes um niemand anderes als Adolf Hitler gehandelt habe. Nach der Geburt sei der Junge zur Adoption freigegeben worden.

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Die Biography der Engländerin lässt die Geschichte zumindest möglich erscheinen: Unity Mitford war schon als junge Frau für ihre Sympathie für faschistische Ideen bekannt. In der Hoffnung den „Führer“ persönlich kenne zu lernen Oktober 1934 reiste sie zu einem „Sprachstudium“ nach München, um hier auch am Reichsparteitag der NSDAP teilzunehmen. 1935 kam es tatsächlich zu einem Treffen, bei dem die 1,80 große, blonde und politisch gebildete Zwanzigjährige einen bleibenden Eindruck bei Hitler hinterließ. 1936 stellte der britische Geheimdienst (SIS) in einem Bericht fest, dass Mitford viel Zeit mit Hitler verbringe. Sie sei offensichtlich „mehr Nazi als die Nazis“. Als Hitler im September 1939 Polen überfiel und Großbritannien als Reaktion Deutschland den Krieg erklärte, soll Unity versucht haben, sich mit einem Kopfschuss, den sie jedoch schwer verletzt überlebt hatte, das Leben zu nehmen, da sie eine Krieg zwischen England und Deutschland nicht ertragen könne. Aufgrund von Komplikationen konnte die Kugel nicht entfernt werden und Unity wurde zurück nach England gebracht. Hier lebte sie apathisch und schwerkrank bis sie, wahrscheinlich aufgrund einer Infektion der Schusswunde, 1948 verstarb.

Bright beschreibt die Zeugin Hann als zumindest glaubwürdig: „Sie klang absolut nicht verrückt und wollte offenbar lediglich ihre Familiengeschichte überliefern. Sie wollte für ihre Informationen auch kein Geld, sondern hoffte lediglich, dass ich der Sache nachgehe.“

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Weitere Recherchen endeten jedoch in einer Sackgasse. Dennoch gelang es Breight, neue und bislang geheime Informationen über Unity Mitford aus den Dokumenten des „National Archive“ zu erlangen, doch geben diese keine Auskunft über deren mögliche Kinder, geschweige denn über ein gemeinsames Kind mit dem deutschen Führer. Nachforschungen im Mutterschaftsheim „Hill View Cottage“ bestätigten, dass Betty Norton zur fraglichen Zeit hier tätig war. Eine weitere Zeugin, die Unity gekannt haben will, behauptete jedoch, sie sei aufgrund eines Nervenzusammenbruchs in dem Heim gewesen und nicht, weil sie schwanger war. Auch die noch lebende Schwester von Unity, die Duchess von Devinshire bezeichnet Geschichten um ein Kind Unitys weiterhin als abstrus.

Der englische Privatsender „Channel 4“ hat der Story eine eigene TV-Dokumentation gewidmet. Unter dem Titel "Hitler's British Girl (Hitlers britisches Mädchen)", wird die Sendung am morgigen Donnerstag um 21 Uhr englischer Zeit (22 Uhr MEZ) ausgestrahlt.

Quelle: grenzwissenschft-aktuell.de / newstatesman.com / newstatesman.com/blogs/brights-blog
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