Das siebenseitige „Sternloch“ | Copyright/Quelle: mre.noVolda/ Norwegen – Ein siebenstern-förmiges Loch im massiven Berggestein von nur sechs Zentimetern Durchmesser sorgt für Rätselraten in Norwegen. Selbst Geologen und Bergbauexperten können sich nicht erklären, wie das geometrisch exakte Loch entstanden ist.
>>> UPDATE 21.12.2007: Die Zeitung „Opland Posten“ glaubt, das angebliche Mysterium um das Loch aufklären zu können. Sie zitiert den Steinbrucharbeiter Sten Helge Himberg aus Larivk. Dieser erklärt, entsprechende Löcher würden durch Bohrer verursacht, deren Bohrköpfe nicht rotieren sondern oszillieren oder durch reinen Schlagdruck wirken. Entsprechende Bohrungen könnten nahezu pfeilgerade und über mehrere Meter durchgeführt werden. Warum die zuvor zitierten Geologen und Bergbauexperten diese Erklärung nicht in Betracht gezogen haben, bleibt derweil unbeantwortet.
Wie die Regionalzeitung „Møre“ berichtet, wurde das Loch während Bergbauarbeiten nahe Volda in der Provinz Møre og Romsdal der Region Vestlandet im sowohl im Lehmboden und nahezu wagerecht weiterführend im massiven Fels entdeckt. Das Loch hat eine Tiefe von rund vier Metern und führt, leicht abwärts geneigt, parallel zum Fjord in Nord-West-Richtung ins Felsgestein.
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Sowohl die Arbeiter, die das Loch entdeckt haben, als auch Experten vor Ort können sich das merkwürdige Loch bislang nicht erklären. Geologe Einar Anda erklärte gegenüber der Zeitung, dass auch er keine Erklärung für den Ursprung und Sinn des Sternloches habe. Da das Lock nahezu waagerecht in den Berg führt und ursprünglich von Tonerde bedeckt war, schließt er seine erste Annahme - einen Schlagbohrer – mittlerweile als Erklärung aus. Jetzt will er die Fotos des Loches Geologen der „Norges geologiske undersøkelse (NGU)“ vorlegen. Auch Experten für Bergbau und Felsbohrungen schließen bekannte Mechanismen aus und erklärten gegenüber der Zeitung, noch nie etwas Vergleichbares gesehen zu haben.
Auch eine moderne Kernbohrung kann das merkwürdige Loch nicht erklären, obwohl auf den ersten Blick gewissen Ähnlichkeiten zu erkennen sind. Der Grund hierfür scheint einfach: Derartige Bohrköpfe sind rund, drehen sich und fördern durch den zentralen Hohlraum den Bohrkern. Wie also die nahezu exakte Siebensternform zustande kommt und diese zudem wahrscheinlich über die gesamte Länge des Loches beibehalten wird, ist zur zeit noch unbekannt.
Quellen: mre.no / grenzwissenschaft-aktuell.de / op.no

