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Mittwoch, 12. November 2008

Neue Studie will Liebe messen

Vertrautes Liebespaar | Copyright: Superstylo/Public Domain

Madison/ USA - Mit Fördermitteln von 2,5 Millionen Dollar will Professor Richard Davidson vom "Waisman Laboratory for Brain Imaging and Behavior" und der the University of Wisconsin-Madison (UW) mittels neurowissenschaftlicher Methoden messen, was im Hirn vor sich geht, wenn wir Gefühle wie Liebe, Mitgefühl und Vergebung empfinden, wie sich diese neurologisch manifestieren und wie sie - etwa durch Methoden wie Meditation - wohlseinsfördernd eingesetzt werden können.

In früheren Studien war es Davidson bereits gelungen, mittels Magnetresonanztomographie (fMRI) anhand von tibetischen Mönchen und Laien positive Auswirkung von Meditation auf die mentale und physiologische Gesundheit nachzuweisen und wurde somit zu einem der Pioniere der so genannten Neuroplastizitäts-Theorie, wonach sich Gehirnfunktionen während des gesamten Lebens verändern können, je nach dem wie und ob man diese gezielt diesbezüglich gedanklich trainiert.

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Das Ziel der neuen Studie sei es, eine wissenschaftliche Beweisgrundlage und zugleich spezifische Anwendungen zu erarbeiten, mit denen sich die positiven Auswirkungen entsprechender Methoden konkret erforschen und in die medizinische und psychologische Praxis übertragen lassen.

"Die meisten Menschen stimmen wohl darin überein, dass unsere modernen Probleme weniger dramatische Auswirkungen hätten, wenn sich mehr Menschen öfters positiven Qualitäten wie Liebe, Vergebung und Mitgefühl öffnen würden", so Davidson.

Schon jetzt hat Davidsons Team untersucht, wie das gezielte meditative Training von Mitgefühl Veränderungen in der Inselrinde, einer Region der Großhirnrinde, die unter anderem auch für die emotionale Bewertung von Schmerzen Liebesempfindungen zuständig ist, und im Resultat eine gesteigerte Hilfsbereitschaft - etwa angesichts menschlichen Leidens - auslösen können.

In der Studie wollen die Forscher zunächst erarbeiten, wie jene Hirnaktivitäten bei Liebe, Mitgefühl und Vergebungsempfinden erkannt, gemessen und definiert werden können.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / brainimaging.waisman.wisc.edu
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