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Samstag, 7. März 2009

Belebter Mars? Neuer Orbiter soll 2016 Ursprung von Methan erforschen

Archiv: Auch in der Mars-Region Nili Fossae kommt es zu Methangasabgaben. Noch rätseln die Astronomen, ob es sich um das Resultat geologischer oder biologischer Prozesse handelt | Copyright: NASA/JPL/University of Arizona

Washington/ USA - Nachdem die NASA erst im vergangenen Dezember den Start des "Mars Science Laboratory" von 2009 um zwei Jahre auf 2011 verschieben musste (...wir berichteten), werden nun auch die darauf folgenden Missionen umstrukturiert. Statt eines weiteres Rovers soll nun ab 2016 ein neuer Orbiter den Roten Planeten umkreisen, die Kommunikation für zukünftige Missionen sicherstellen und zugleich die Methanvorkommen des Mars untersuchen, um somit die Frage beantwortet zu können, ob das Gas durch geologische oder biologische Prozesse entsteht.

Gemeinsam mit der europäischen Rover-Mission "ExoMars" soll der neue Orbiter 2016 zum Roten Planeten aufbrechen. Grund für die Umstrukturierung der 2016-Mission sind die enormen Kosten, die durch die Verzögerung des "Mars Science Laboratory" (MSL) entstehen und die somit mittelfristig keine weitere Rover-Mission zulassen. Die Kosten des vorerst auf Grund technischer Probleme auf 2011 verschobenen, atomar betriebenen mobile Marslabors werden derzeit auf rund 400 Millionen US-Dollar geschätzt.

Erst wieder für 2018 fasst die NASA derzeit die Nachfolgemission des MSL ins Auge, wenn ein weiterer Rover den Mars erkunden soll, um dann auch erstmals Bodenproben vom Roten Planeten zurück zur Erde zu schicken.

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Bislang sind nur wenige Spezifikationen des 2016-Orbiters bekannt. Sicher ist, dass der Satellit die Kommunikation zwischen zukünftigen Marsmission und der Erde auch zukünftig sichern soll und mit einer spektrografischen Messeinheit den Ursprung des auf dem Mars nachgewiesenen Methangases ausfindig machen soll. Derzeit streiten sich Experten, ob die lokalen Gasabgaben (...wir berichteten) auf aktive biologische oder geologische Prozesse zurück zu führen sind.

Mit dieser Methode könnten dann beispielsweise die Isotope im Methan analysiert werden. So handelt es sich bei dem Isotop Deuterium sozusagen um die schwerere Variante von Wasserstoff. In wasserstoffhaltigen Molekülen wie Wasser und Methan kommt es vor, dass das seltene Deuterium ein Wasserstoffatom ersetzt. Da Leben in der uns bekannten Form, leichte Isotope bevorzugt, wäre der Umstand, dass das austretende Methan weniger Deuterium enthalten würde als das gleichzeitig austretende Wasser, also ein deutlicher Hinweis auf einen biologischen Ursprung des Gases.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / nasa.gov / newscientist.com
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