John A. Keel | Copyright: unbek.New York/ USA - Im Alter von 79 Jahren ist der grenzwissenschaftliche Forscher und Autor des Bestsellers "The Mothman Prophecies" John A. Keel am vergangenen Freitag, den 3. Juli 2009 verstorben. Keel zählte zu den einflussreichsten grenzwissenschaftlichen Autoren einer Zeit und wurde auch einem breiteren deutschen Publikum neben seinen Büchern besonders durch die Mothman-Verfilmung mit Richard Geere bekannt.
Geboren am 25. März 1930 verbrachte Keel nahezu sein ganzes Leben in New York City. Bereits im Alter von 12 Jahren wurde seine erste Kurzgeschichte in einer Magier-Zeitschrift veröffentlicht und Keel arbeitete in der Folge als Texter für Radio und TV, später für Zeitungen und Magazine.
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Keels erstes Buch erschien 1957 mit dem Titel "Jadoo" und beschrieb Keels Beobachtungen über Fakire und heilige Männer, die er auf einer Indienreise studiert hatte. In einem weiteren Kapitel widmete sich Keel auch der indischen Variante des sagenumwobenen Yetis. Auch später widmete er sich, beispielsweise in seinem Buch "Strange Creatures from Time and Space" (1970), der Kryptozoologie, wie gewohnt, auf seine ihm ganz eigenen Art und Weise.
Als Anhänger der Arbeiten von Charles Fort, einem der Pioniere grenzwissenschaftlicher Untersuchungen, verfolgte Keel schon während seiner frühen mainstream-journalistischen Arbeit Geschichten über unerklärliche Phänomene und begann in den 1960er Jahren unter anderem auch für die britische "Flying Saucer Review" zu schreiben. Schlussendlich kam Keel zu der auch unter Kollegen nicht unumstrittenen Ansicht, dass UFOs vielmehr spirituelle, gar dämonologische Phänomene darstellen, anstatt außerirdischer körperhafter Besucher.
Zeitgenössischer Umschlag von "The Mothman Prophecies"Ende der 1960er Jahre begann Keel dann mit jenen Recherchen, die ihn später weltweit bekannt machen sollten und 1975 in seinem bekanntesten Buch "The Mothman Prophecies" resultierten. Darin beschreibt er zahlreiche Sichtungen eines geflügelten Wesens mit glühenden Augen, welches mehrere Jahre rund um Point Pleasant (und früher und später angeblich auch weltweit) gesichtet wurde, mit Vorahnungen von Unfällen und Katastrophen in Verbindung gebracht wurde und als "Mothman" (Mottenmann) Bekanntheit bis hin zu Kultstatus erlangte.
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