Donnerstag, 20. November 2008

Vorbild Star Trek: Deflektorschild soll Mars-Astronauten schützen

Raumschiff Enterprise (Illu.) | Copyright: AM/grenzwissenschaft-aktuell.de

Didcot/ England - Eine der größten Gefahren für eine zukünftige bemannte Mission zum Mars liegt in der gefährlichen und krebserregenden kosmischen Strahlung im All. Ganz wie in der Science-Fiction-Serie "Star Trek" will eine englische Wissenschaftlerin die Mars-Raumschiffe mit einem Deflektorschild vor dieser Strahlung schützen. Das dies möglich ist, zeigen neue Experimente im Labor.

Wie das Team um Ruth Bamford vom Rutherford Appleton Laboratory des "Science and Technology Facilities Council" in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins "Plasma Physics and Controlled Fusion" erläutert, könnte ein künstlich um das Raumschiff erzeugtes Magnetfeld die Strahlung des Sonnenwindes abschirmen. Tests im Labor haben nun gezeigt, das eine solche Technologie tatsächlich funktioniert.

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Die Mini-Magnetosphäre würde das Schiff umgeben und die geladenen Partikel, die groß genug sind, um die DNA-Struktur zu schädigen, um das Raumschiff herum ablenken. Zwar ist die Idee nicht neu und wird bereits seit den 1960er Jahren diskutiert - bislang galt das Prinzip jedoch unter vielen Wissenschaftlern als nicht umsetzbar, da das hierzu notwendige Magnetfeld zu groß sein müsste, um den gewünschten Effekt zu erreichen.

Bamfords Experimente zeigen nun jedoch, dass auch kleinere Magnetfelder genügend Schutz bieten können. Im Labor simulierte ein Plasmafeld den Sonnenwind und in diesem bildete ein künstliches Magnetfeld eine Blase, in die keine Strahlung eindringen konnte. Ein Raumschiff innerhalb einer solchen Blase wäre also ebenfalls geschützt.

Wie dieses Prinzip jedoch an Bord eines Langzeit-Raumschiffes umgesetzt und installiert werden kann, wissen die Forscher indes noch nicht. Zudem könnte ein derartiger Schutzschild die Mannschaft auch nur vor den besonders gefährlichen Partikeln des Sonnenwindes, nicht jedoch vor der ebenfalls schädlichen Gamma- und Röntgenstrahlung im All schützen.

Während früherer Weltraummissionen, so Bamford gegenüber "Space.com", etwa während der Apolloflüge zum Mond, hatten die Astronauten riesiges Glück, nicht in einen starken Sonnensturm geraten zu sein. Ein solcher solarer Sturm tobte beispielsweise zwischen den Missionen 16 und 17 und wäre für die Apollo-Astronauten absolut tödlich gewesen, hätten sie sich zu dieser Zeit im All befunden.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / iop.org/EJ/journal/PPCF / space.com

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