Der 43. US-Präsident George W. Bush und Vize Dick Cheney | Copyright: UsfedGov, Public DomainLondon/ England - In seinen gerade in den USA erschienenen Memoiren berichtet der einstige Redenschreiber des ehemaligen US-Präsidenten George W. Bush von einem bizarren Vorfall während dessen Amtsperiode. Der Bestsellerautorin Joanne K. Rowling Anstiftung zur Hexerei unterstellend, verhinderte der Präsident deren Auszeichnung mit der "Presidential Medal of Freedom".
Die Geschichten um den Zauberlehrling Harry Potter hatten bereits zuvor gerade in christlich konservativen, bibeltreuen und orthodoxen Kreisen immer wieder für Unmut und Kritik gesorgt, sollen sie doch angeblich gerade junge Leser zu Hexerei und Okkultismus verführen. Obwohl selbst eine Studie des katholischen Saint James College diese Befürchtungen widerlegt hatte (...wir berichteten), kam es in der Folge der Kritik sogar dazu, dass Rowlings Bücher aus einigen US-Schulbibliotheken verbannt und das Lesen der Bücher an den Schulen verboten wurde.
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Wie weit derartige Paranoia gehen kann, zeigt nun erneut die bizarre Posse aus dem weißen Haus, an welche sich Matt Latimer in seinem Buch "Speechless – Tales of a White House Survivor" erinnert: Der Wiedergeborene Christ Bush habe die 44-jährige Autorin der Anstiftung zur Hexerei verdächtigt und ihr aus diesem Grund die geplante Auszeichnung mit dem höchsten zivilen Orden der USA, der "Presidential Medal of Freedom", wie sie auch Ausländern verliehen werden kann, verweigert, berichtet der US-Blog "thinkprogress.org" und zitiert aus dem Buch.
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Interessanterweise sind es jedoch nicht nur religiöse, sondern auch rationalistische Eiferer, die in Romanen wie jenen um Zauberlehrling Harry Potter jugendgefährdendes Potential sehen. Auch die umstrittene Leitfigur orthodoxer Atheisten, der Erfolgsautor Professor Richard Dawkins (Der Gotteswahn), hatte im vergangenen Herbst erklärt, besagte Bücher würden Jugendliche zu antiwissenschaftlichem Denken verführen - eine Gefahr, der Dawkins ein eignes Buch entgegensetzten will: Dieses soll den Jugendlichen beibringen, wie man über die Welt denken soll: "Wissenschaft als Kontrast zu mythischem Gedankengut". Laut Dawkins gehe es darum, den Kindern eigenes Denken beizubringen und immer Aussagen und Beweise selbst zu überprüfen. (...wir berichteten).im englsichen Orginal bestellen
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2. Dezember 2008
Quellen. grenzwissenschaft-aktuell.de / thinkprogress.org
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