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Freitag, 27. November 2009

UFO-Hacker Gary McKinnon: Innenminister gibt grünes Licht für Auslieferung

Gary McKinnon | Copyright: freegary.org.uk

London/ England - Wie englische Medien berichten, hat der britische Innenminister Alan Johnson einen Schlussstrich unter den Fall Gray McKinnon gezogen und sieht keine Einwände mehr gegen die Auslieferung des geständigen Hackers an die USA. Hier drohen dem am Asperger Syndrom leidenden McKinnon bis zu mehr als 70 Jahre Haft. Der Grund: McKinnon hatte sich in Computer von NASA und US-Verteidigungsministerium gehackt, um hier nach geheimen Informationen über UFOs und Aliens zu suchen – nach eigenen Angaben erfolgreich.

Gegenüber der Familie des 43-Jährigen hat das Innenministerium am gestrigen Donnerstag erklärt, dass dem Minister keine politischen Befugnisse zur Verfügung stehen würden, die Auslieferung noch länger aufzuschieben, geschweige denn auszusetzen.

Noch vor einem Monat hatte Johnson den Prozess eingefroren, um neue medizinische und psychologische Gutachten über den Zustand McKinnons, der mit dem Asperger Syndrom an einer Form von Autismus leidet, abzuwarten (...wir berichteten). Obwohl auch diese Einschätzung ein gesundheitliches und mentales Risiko in der Auslieferung sieht, hat sich Alan Johnson mit seiner Entscheidung von dem Fall offenbar losgesagt. Laut den Angaben des Innenministeriums habe die neue Bewertung des Falls keine neuen Erkenntnisse offenbart, die gegen eine Auslieferung sprächen.

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Nun stehen dem Angeklagten nur noch der erneute Versuch eines Antrags zur Verfahrensprüfung oder ein erneuter Gang vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte zur Verfügung, um der Auslieferung an die USA zu entgehen. Für beide Schritte stehen den Verteidigern des Schotten sieben bzw. 14 Tage zur Verfügung.

Für den Fall der Auslieferung, Anklage und Verurteilung McKinnons in den USA hat der Innenminister allerdings angekündigt, dass man sich für die Rückführung McKinnons und dessen Absitzen der Haftstrafe in einem britischen Gefängnis stark machen zu wollen. Für Garys Familienangehörige ist diese Aussage nur ein schwacher Trost und fadenscheinig: "Die Entscheidung hat Gary sehr schwer getroffen. Es geht ihm sehr schlecht. Die Entscheidung ist falsch und furchtbar", so Garys Mutter kurz nach dem Erhalt der Nachricht des Innenministeriums.

Sollten weitere Schritte der Verteidigung ohne erfolg bleiben, könnte Gary McKinnon noch vor Weihnachten an die USA überstellt werden.

Hintergrund:
Auf der Suche nach geheimen Dokumenten und Beweisen für UFOs und Außerirdische, ist der geständige Hacker in rund 90 militärische, Regierungs- und NASA-Computer eingedrungen und habe diese dabei - so die Anklage - beschädigt.

In den von McKinnon gehackten Systemen, will er Informationen und Beweise für außerirdische Technologie, eine Liste "mit Namen außerirdischer Offiziere und Schiffe und Güterverkehr", sowie ein Bild eines, wie er sagt "UFOs mit perfekter, glatter Oberfläche" gefunden haben.

Auf Rechnern der NASA gebe es zudem Beweise, dass aus deren Aufnahmen UFOs absichtlich herausretuschiert wurden und werden, wie er in einem interview mit der BBC bestätigt. Allerdings gehen McKinnons Aussagen kaum über bereits bekannte Inhalte anderer Verschwörungstheorien hinaus.

Laut McKinnon seien die Systeme jedoch nicht sonderlich gesichert gewesen. Teilweise seien die angeblich so sensiblen Rechner lediglich mit abgelaufenen Passwörtern geschützt oder gänzlich ohne Passwortschutz abgesichert gewesen. Es habe sich also nicht einmal um wirkliches Computer-Hacking gehandelt.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / freegary.co.uk

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