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Samstag, 9. Januar 2010

Wie Kondensstreifen zu künstlichen Wolken werden und das Klima beeinflussen

Ausgangssituation: Auffällige Kondensstreifen-Formationen östlich der britischen Inseln | Copyright: metoffice.gov.uk

London/ Großbritannien - Meteorologen um Dr. Jim Haywood vom Britischen Meteorologischen Institut "UK Met Office" haben untersucht, wie Kondensstreifen von Flugzeugen zu Wolken werden und diese das Klima beeinflussen können - mit erstaunlichen Ergebnissen.

Eine Serie aus sieben Satellitenaufnahmen, wie sie von der BBC veröffentlicht wurden, belegen eindrucksvoll, wie sich Flugzeugkondensstreifen in Wolken verwandeln, wie sie später von gewöhnlichen Wolken nicht mehr zu unterscheiden sind.

Bild 1 (s. Abb. o) zeigt die Ausgangslage mit geradlinigen Kondensstreifen und einer auffälligen Spiralformation, wie sie von einem Militärflugzeug hinterlassen wurde, das in einer kreisförmigen Warteschleife flog.

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Ab Bild 2 (s. Abb. u.) wird besonders an dieser Spiralformation, östlich der britischen Inseln, deutlich, wie diese von den vorherrschenden Winden südwärts getrieben werden und sich in sogenannte von Kondenssteifen induzierte Cirruswolken verwandeln. Schlussendlich ist ihr Erscheinen von dem natürlicher Wolken nicht mehr zu unterscheiden.

Aus den Kondensstreifen bilden sich langsam künstlich erzeugte Cirsuswolken | Copyright: metoffice.gov.uk

Hinzu haben Haywood und sein Team den Einfluss dieser von Menschen verursachten Wolken auf das Klima untersucht und ihre Ergebnisse im "Journal of Geophysical Research" veröffentlicht.

In diesem Artikel beschreiben die Meteorologen wie diese künstlichen Wolken sowohl einen abkühlenden aber auch einen erwärmenden Effekt haben können: Zunächst reflektieren auch diese Wolken das einfallende Sonnenlicht zurück ins All, was zu erwartungsgemäß einer Abkühlung führt. Zugleich verhindern die Wolken aber auch, dass Wärme von der Erde ins All entweicht.

Abschließend verglichen die Wissenschaftler des "Met Office" Wettervorhersagemodelle mit und ohne Einbeziehung der künstlich entstandenen Wolken einen allgemein aufwärmenden Effekt auf das Klima haben können.

Besonders deutlich wurde der Einfluss von Kondensreifen und anderen Flugzeugabgasen bei einer Analyse der Auswirkungen des es dreitägigen Flugverbots über den Vereinigte Staaten nach den Anschlägen vom 11. September 2001 als die Temperaturdifferenz zwischen Tag und Nacht um 1,1 Grad Celsius größer war als im Durchschnitt vorangegangener Jahre.

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Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / metoffice.gov.uk / bbc.co.uk
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