Freitag, 19. Februar 2010

Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages: Auch deutsche Stellen untersuchen vermutlich UFOs

Archiv: Das Reichstagsgebäude in Berlin | Copyright: Lordnikon/Public Domain

Berlin/ Deutschland - Eine Ausarbeitung der Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestags geht der Frage nach, ob sich deutsche Behörden mit dem UFO-Phänomen beschäftigt haben und kommt dabei zu dem Schluss, dass es nahe liegt, "dass sich auch deutsche Behörden oder Ministerien mit dieser Fragestellung befasst haben bzw. befassen."

Beauftragt wurde die Ausarbeitung von einer Abgeordneten des Deutschen Bundestages, um herauszufinden, ob und wie die UN-Resolution 33/426 aus dem Jahr 1978 in Deutschland umgesetzt wurde. In dieser Resolution wurden interessierte Mitgliedsstaaten dazu eingeladen "(...) geeignete Schritte auf nationaler Ebene zur Koordination wissenschaftlicher Forschung und Untersuchung außerirdischen Lebens, einschließlich unidentifizierter fliegender Objekte [UFOs] zu unternehmen, und den Generalsekretär [der Vereinten Nationen] über die Beobachtungen, Forschung und Evaluierung dieser Aktivitäten zu informieren."

Zu einer Umsetzung der UN-Resolution kam es in Deutschland - zumindest laut offizieller Sprachregelung deutscher Regierungen - nie. Die Ausarbeitung weist jedoch erläuternd darauf hin, dass zu keinem Zeitpunkt Deutschland zu einem solchen Schritt verpflichtet gewesen sei, da die Resolution nur "empfehlenden" Charakter hatte.

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Gleichwohl liegt es für die Wissenschaftlichen Dienste des Deutschen Bundestages durchaus nahe, dass deutsche Stellen derlei Forschungen im Geheimen betreiben: "Die Tatsache, dass sowohl Großbritannien als auch Frankreich sich mit der Fragestellung nach der Existenz von UFOs und außerirdischen Lebensformen beschäftigten und dies - nach vorheriger Geheimhaltung - in den letzten Jahren sogar via Internet veröffentlicht haben, legt die Vermutung nahe, dass sich auch deutsche Behörden oder Ministerien mit dieser Fragestellung befasst haben bzw. befassen."

Erst am gestrigen Donnerstag hat die britische Regierung die mittlerweile fünfte Charge ehemals geheimer UFO-Akten aus ihren Archiven veröffentlicht (...wir berichteten). Die rund 6000 Dokumentenseiten zeigen, dass das britische Verteidigungsministerium das rätselhafte Phänomen jahrzehntelang ernst genug nahm, um die Meldungen nicht zur zu dokumentieren und zu archivieren, sondern immer wieder auch einzelne Fälle eingehend zu untersuchen. Auch in Frankreich, Peru und anderen Ländern erforschen Wissenschaftler in staatlichem Auftrag UFO-Sichtungen. Obwohl weltweit immer mehr Regierungsakten veröffentlicht werden, hüllt sich die deutsche Regierung dazu bislang in dieser Angelegenheit in Schweigen bzw. behauptet, dass es keine derartigen Forschungsinteressen gäbe.

"Exopolitik Deutschland" befragte weitere Abgeordnete sowie das Bundesverteidigungsministerium nach den mutmaßlich vorhandenen geheimen deutschen UFO-Akten. Am heutigen Freitag stellt der Gründer und Koordinator von "Exopolitik Deutschland" (exopolitik.org), Robert Fleischer, die Bundestags-Dokumente sowie Ergebnisse der Recherche vor und beleuchtet die Hintergründe des deutschen Schweigens zu diesem Thema.


- Der Vortrag "UFOs und die Politik" von Robert Fleischer beginnt um 18:30 in der Studiolounge, Hardenbergstr. 64, 04275 Leipzig

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Quellen: exopolitik.org / grenzwissenschaft-aktuell.de / un.org
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