https://www.grenzwissenschaft-aktuell.de


Mittwoch, 2. Juni 2010

Studie: Mehr Hai-Attacken bei Neu- und Vollmond

Archiv: Ein Weißer Hai | Copyright: Mila Zinkova/GNU FDL

Gainesville/ USA - Eine Fallstudie an der "University of Florida" belegt, dass Hai-Attacken während Neu- und Vollmond wahrscheinlicher sind als während anderer Mondphasen.

Basierend auf den statistischen Aufzeichnungen und Berichten über Hai-Angriffe von 1956 bis 2008 im Volusia County im US-Bundesstaat Florida, das mit 21 Prozent aller weltweit registrierten Hai-Attacken als Welthauptstadt der Angriffe von Haien auf Menschen gilt, haben die Forscher um George Burgess eine weltweit einmalige Fallstudie erstellt.

"Grundsätzlich handelt es sich um eine Analyse der Fragen nachdem warum, wo und wann es in dieser Region zu Hai-Angriffen kommt", erläutert die an der Studie beteiligte Studentin Brittany Garner. Seit 1956 gab es entlang der Küsten von Volusia County 231 Hai-Angriffe, von welchen 220 Statistikaufzeichnungen der "International Shark Attack File"-Kartei der Universität von Florida in die Studie einbezogen wurden. Allerdings handele es sich bei den meisten der dokumentierten Angriffe um kaum mehr als nahezu harmlose Bisse von kleineren Haien auf Futtersuche und nicht um die berüchtigten Attacken Großer Weißer.

www.grenzwissenschaft-aktuell.de
+ + + HIER können sie unseren täglichen Newsletter bestellen + + +

Das Verhalten von Menschen, Haien und Umweltfaktoren verbindet sich laut den Statistikern vor Ort zu idealen Bedingungen für Hai-Angriffe nahe Ponce Inlet, zwischen Daytona Beach und dem New Smyrna Beach.

Erwartungsgemäß steige die Wahrscheinlichkeit eines Angriffs mit der Anzahl der Schwimmer im Wasser. Zudem erhöhe der Umstand, dass der New Smyrna Beach zu einem bekannten Surfer-Treffpunkt zählt diesen Faktor hinzu, da gerade das Plantschen von Füßen im Wasser die Tiere provoziere, die dann im aufgewühlten Wasser einfach zuschnappen und auch wieder von ihrem vermeintlichen Opfer ablassen, sobald sie bemerken, dass es als Beute ungeeignet ist. Auch dass die Tiere aufgrund des reichen Angebots tatsächlicher natürlicher Beutefische vermehrt in die Bucht kommen, erhöhe als natürlicher Faktor die Wahrscheinlichkeit, hier von einem Hai angegriffen bzw. gebissen zu werden.

Auch wenn die Tiere selbst keine bevorzugten Tage für ihre Beutezüge kennen, häufen sich die Angriffe auf Menschen - ebenfalls erwartungsgemäß - aufgrund des Freizeitverhaltens der Menschen an den Wochenenden.

Bei ihren Auswertungen stellten die Wissenschaftler auch fest, dass sich die deutliche Mehrheit der Angriffe während Neu- und Vollmondphasen ereigneten. Jenen Mondphasen also, bei welchen die Anziehungskraft des Mondes ihre größte Wirkung auf Ebbe und Flut hat. "Möglicherweise", so vermutet Burgess als Erklärung, "beeinflussen die Mondphasen die Bewegungs- und reproduktiven Muster jener Fische, die den Haien als natürliche Beute dienen."

Die vollständige Pressemitteilung zur statistischen Auswertung finden Sie HIER

+ + + WEITERE MELDUNGEN ZUM THEMA + + +
Krankenhaus-Daten belegen vermehrten Werwolf-Effekt bei Vollmond
14. Dezember 2009
Studie: Vollmond beeinflusst das Paarungsverhalten von Amphibien
16. Juli 2009
Vergleichende Studie über Effekte des Mondzyklus auf menschliches und tierisches Verhalten

10. Februar 2009
Statistische Studie: Der Mond hat keinen Einfluss auf die Zahl der Geburten
26. November 2008

Studie: Mehr Kranke und Verletzte Haustiere bei Vollmond
16. Juli 2007

Polizeistudie: MehrVerbrechen bei Vollmond
6. Juni 2007


Bücher zum Thema:

- - -

Quellen: grenzwissenschaft-aktuell.de / ufl.edu
Copyright: grenzwissenschaft-aktuell.de
(falls nicht anders angegeben)


Für die Inhalte externer Links übernehmen wir keine Verantwortung oder Haftung.


WEITERE MELDUNGEN finden Sie auf unserer STARTSEITE