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Mittwoch, 29. Dezember 2010

Ökogeographische Regeln belegen Existenz von Yeti, Bigfoot, Sasquatch & Co

Grafische Auswertung der geschätzten Durchschnittsgrößen gesichteter Bigfoots (u.a.) nach George W. Gill (Klicken Sie auf die Abb., um zu einer vergrößerten Darstellung zu gelangen.) | Copyright/Quelle: Dale Drinnon/ forteanzoology.blogspot.com

Bideford/ England - Wie auch in anderen entlegenen Waldregionen rund um den Globus, so gibt es auch in Nordamerika eine lange Historie und Tradition entsprechender Berichte und Sichtungen von Wesen, die hier vornehmlich als "Bigfoot" und "Sasquatch" bezeichnet werden. Neben Zeugensichtungen sollen zahlreiche Fußabdrücke, Nester, angebliche Fellproben, sowie Foto- und Filmaufnahmen die Existenz der mysteriösen Wesen belegen. Bigfoot-Forscher, sog. Kryptozoologen, verweisen jedoch auch darauf, dass selbst okogeografische Regeln die Existenz von Bigfoot, Sasquatch & Co belegen.

Bei ökogeografischen Regeln handelt es sich laut "Wikipedia.de" um einen Satz von Regeln, "die aus der Beobachtung erwachsen sind, dass bestimmte Merkmale bei verschiedenen Arten eines Lebensraumes ähnlich ausgeprägt sind. Zugleich unterscheiden sich nah verwandte Arten in verschiedenen Regionen in diesen Merkmalen auf eine bestimmte Weise. Diese regelhaften Unterschiede lassen sich auch innerhalb einer Art beim Vergleich geografischer Unterarten beobachten. Die Regeln spiegeln damit sowohl die konvergente Entwicklung von Merkmalen wider als auch die Variationsbreite innerhalb eines Verwandtschaftskreises."

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Zu den sogenannten tiergeografischen Regeln zählt an erster Stelle die sogenannte Bergmann'sche Regel (nach Carl Bergmann, 1847), wie sie die Beobachtung beschreibt, dass bei endothermen gleichwarmen Tieren, (Säugetiere und Vögel), die ihre Körperwärme von innen heraus regulieren, die Individuen einer Art in den kälteren Arealen ihres Verbreitungsgebietes größer sind als in den wärmeren. Ähnliches gilt auch für die Arten innerhalb einer Gattung oder Familie. Die "Wikipedia" erläutert hierzu weiter: "Mit veränderter Größe ändert sich das Verhältnis zwischen Oberfläche und Volumen des Körpers. Bei einer Vergrößerung des Körpers nimmt die Oberfläche weniger stark zu als das Volumen, da die Oberfläche nur quadratisch wächst, das Volumen dagegen kubisch. Da der Körper seine Wärme über seine Oberfläche abgibt, nimmt mit verringerter relativer Körperoberfläche der Wärmeverlust ab, d. h. mit zunehmender Größe verringert sich der relative Wärmeverlust. Die Bergmann'sche Regel wird vor allem bei Tieren mit großer geographischer Verbreitung wie Braunbär, Wildschwein oder beobachtet, deren Individuen mit zunehmender geografischer Breite (d. h. in Polrichtung) größer werden." Zusammengefasst bedeutet dies also: Je nördlicher die Exemplare einer Art, Gattung oder Familie beheimatet sind, desto höher ist ihre durchschnittliche Körpergröße.

Wie der Kryptozoologe Dale Drinnon u.a. im Blog des britischen "Centre for Fortean Zoology" (CFZ, cfz.org.uk) "Still on Track" (forteanzoology.blogspot.com) erläutert, trifft diese Regel auch auf die von Sagen umwobenen nordamerikanischen "Waldmenschen" zu.

Schon 1980 hatte George W. Gill in seinem Artikel "Population Clines in North American Sasquatch as Evidenced by Track Lengths and Estimated Statures", der in dem Buch "Manlike Monsters on Trial: Early Records and Modern Evidence" von Marjorie M. Halpin and Michael M. Ames (Hrsg.) veröffentlicht wurde, die Bergmann'sche Regel auf eine Auswertung sowohl von Zeugenberichten als auch von Schätzungen der Körpergröße, wie sie anhand entdeckter Fußabdrücke ermittelt wurden, angewendet.



Gills Analysen zeigten, dass die Durchschnittsgröße der kleinsten Exemplare von Sasquatchs, wie sie im westlichen Kanada gesichtet wurden, in etwa der Durchschnittgröße der größten im südwestlichen US-Bundesstaat Kalifornien gesichteten Wesen entsprechen. Zudem belegen die Zahlen eine Zunahme der Körpergröße von Süd nach Nord und bestätigen somit die Bergmann'sche Regel (s. obige Grafik). Eine grobe statistische Überschlagung neuer Daten durch Drinnon bestätigte die Ergebnisse von Gill erneut, ebenso wie die Daten weiterer Kollegen, darunter auch jene der Kryptozologen Grover Krantz und Bob Titmus.

Neben der Bergmann'schen Regel fand Gill auch die sogennante Glogersche Regel in den Bigfoot-Daten erfüllt. Die "Färbungsregel" besagt, dass homoiotherme Arten, also gleichwarmen Tieren (Vögel und Säugetieren), die in Gebieten mit höherer Luftfeuchtigkeit leben, eine stärkere Pigmentierung besitzen. Entsprechende Exemplare sind also stärker gefärbt als Artverwandte in Gebieten höherer mit höherer Trockenheit.

Die wahrscheinlichste Erklärung für die erstmals von Constantin Wilhelm Lambert Gloger 1833 aufgestellte Regel ist "die hohe Widerstandsfähigkeit von stark pigmentierten Haaren und Federn gegen zersetzende Bakterien. In feuchten Gegenden werden Bakterien im Wachstum begünstigt, dunklere Federn sind jedoch bakteriell weniger leicht abbaubar. Daher sind in heißen und feuchten Gegenden häufig dunkelbraun-schwarze Eumelanine (Pigmente) anzutreffen, in ariden (trockenen) Landstrichen wird den rötlich bis sandfarbenen Phänomelaninen wegen der besseren Eignung als Tarnfarbe der Vorzug gegeben", erläutert "Wikipedia". "Bei Säugetieren besteht die Tendenz, in äquatorialen Gebieten eine dunklere Hautfarbe auszubilden, als nördlicher oder südlicher lebende Verwandte. In diesem Fall kann das mit der verminderten Intensität der UV-Strahlung mit abnehmender geographischer Breite erklärt werden: Mit einer hellen Hautfarbe wird das für die Produktion einiger Vitamine notwendige UV-Licht besser nutzbar."

In den Beobachtungsdaten spiegelt sich diese Regel derart ab, als dass die Anzahl heller gefärbter Sasquatchs/Bigfoots in Kalifornien bei 13 Prozent liegt, während sie in den in nördlicheren Sichtungsgebieten wie Oregon, Washington und dem westlichen Kanada mit 26 Prozent den doppelten Wert erreicht.

"Die Tatsache, dass sich in Sichtungsberichten die Einhaltung biologischer Regeln widerspiegelt, spricht dafür, dass die Berichte real existierende Wesen beschrieben und nicht die Produkte von Phantasie, Halluzinationen oder Schwindel sind", kommentiert Drinnon die Analyseergebnisse. Diese würden sich zudem auch zusehends anhand der Beobachtungsdaten aus dem östlichen Asien, besonders aus China und der Mandschurei abzeichnen.

Archiv: Rekonstruktion eines Gigantopithecus blakii | Copyright: unbek.

Vor diesem Hintergrund hält nicht nur Drinnon auch die Übereinstimmung der geschätzten Größenangaben der dortigen "wilden Waldmenschen" mit der durchschnittlichen Größe des Gigantopithecus (Riesenaffe), einer angeblich ausgestorbenen Primatengattung aus der Familie der Menschenaffen (Hominidae) nicht für einen Zufall. Wie Drinnon vermuten zahlreiche Krpytozoologen, dass es sich bei Bigfoot, Sasquatch, Yeti & Co um überlebende Nachfahren des Gigantopithecus handeln könnte.

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